Team in Kathmandu

27. Mai 2017

55 Tag Wieder eine überraschende Begegnung

Heute sind unsere Männer in Kathmandu angekommen und sind in die bekannte „Fire and Ice“ Bar zum Essen gegangen.
Welche Überraschung am Nebentisch in der Bar sitzt …
Aber hier die aktuellen Infos von Andy selbst:

„Hi Sabine,
Endlich!, eine ofenfrische Pizza, Salat, frisches Fleisch und hopfiges Everest Bier.
Und statt der Daunenjacke ein lockeres T-Shirt…..

Am 25. Mai nach der letzten Zeltnacht im Basislager auf 5.165 m hat uns der chinesische Fahrer mit dem Geländewagen nach dem Frühstück abgeholt.
Nach Wochen der flatternden Zeltplanen und der wilden Natur um uns nun auf ein mal ein Gefühl der Zivilisation.
Sechst Stunden saß ich extrem entspannt am Beifahrersitz eines großen komfortablen japanischen Geländewagen und die Fahrt ging in Richtung Nordosten über die schon von der Anreise bekannten Pässe nach Xigaze
Dort verbrachten wir die erste Nacht in einem Hotelzimmer in weichen Betten.
Es gab warmes Wasser zum Duschen und feste Wände, ein wirklich gutes Gefühl.
Das Abendessen bestand nach langer Zeit aus einem anständigen Stück Yak Fleisch in bester Steakequallität.

Schon recht früh mussten wir die feinen Federn am Morgen des 26. Mai verlassen und wieder vergingen fast sieben Stunden am Ledersitz des SUV der chinesischen Mountainiringagentur.
Ich persönlich war getragen auf einer Wolke von Glücklich sein, es war unbeschreiblich leichtgängig und mir kam die Welt einfach richtig rosa vor.

Unser gemeinsames Gipfelglück am 21. Mai am Dach der Welt wird mich hoffentlich noch lange über die wohl auch in der Zukunft öfters holprigen Wege schweben lassen.

Andy, Klemens und Wolfgang am Gipfel des MT. Everest 8.848 m 21. Mai 2017 um 07.20 Uhr Nepaltime (Foto: Sherpa Kunga)

Andy, Klemens und Wolfgang am Gipfel des MT. Everest 8.848 m 21. Mai 2017 um 07.20 Uhr Nepaltime
(Foto: Sherpa Kunga)

Am Spätnachmittag des 26. Mai trudelten wir in unserem schon bei der Anreise bezogenen Hotels in Lhasa ein.
Komisch, nun gab es keine extra Heizgeräte in den Zimmern mehr, die Bedienung beim Essen waren nicht mehr in Daunenjacken gehüllt. Es war warm geworden und der Sommer scheint auch hier in Lhasa langsam Einzug zu halten.
Ein wohliges Gefühl und die Freude auf das gemütliche warme Osttirol kamen immer mehr in Fahrt.
Super feines Abendessen mit Steak und Burger machte uns müde für die Nacht.

Heute am 27. Mai am frühen Morgen wurden wir vom Hotel abgeholt und zum Flughafen in Lhasa gebracht.
Der knapp eineinhalbstündige Flug von Lhasa über den Himalayahauptkamm nach Kathmandu verlief problemlos und ich nickte im Sessel immer wieder ein.
29 Grad plus zeigte das Thermometer am Airport in Kathmandu und jetzt war die Kälte und das eisige Gefühl der letzten 7 Wochen an den Flanken des MT. Everest endgültig Vergangenheit.
Wir wurden von unserer hier ansässigen Agentur Icelandtrekking in unser Hotel gebracht und dort bezogen wir unsere Zimmer.
Wolfi mit mir und Klemens mit meinem bzw. unserem mittlerweile wirklich guten Freund Martin Böhm.
Martin ist im „anderen“ Leben IT-Spezialist und hat seine Firma mit einigen Angestellten in München.
Er hat mich während der Reise zum Dach der Welt immer und immer wieder mit seiner Expertise super geil unterstützt.
Sein Satellitentelefon stellte er mir für die spärlichen Informationen die ich meiner Sabine während der heißen Phase unseres Gipfelganges von den diversen Hochlagern geben konnte, immer gerne zur Verfügung.
Auch durfte ich ab und zu mit meiner Mutter zu Hause, die leider seit 21. April dort alleine lebt, telefonieren.
Ihr Mann, mein Papa war ja nach seinem Tod am 21. April sozusagen mit mir am Everest unterwegs…..

Martin ging mir auch völlig offen und hilfsbereit nach unserem erfolgreichen Gipfelgang im Zusammenhang mit zahllosen Anfragen für Skype Interviews u.a. der verschiedensten Medien mit seinem Wissen und seiner Technik zur Hand.
DANKE Martin!!!

Zum Mittagessen suchten wir die für uns mittlerweile legendäre Pizzeria „Fire and Ice“ hier ganz in der Nähe auf.
Wir fanden in der täglich überfüllten Lokalität noch einen kleinen Vierertisch und Klemens hat gerade platz genommen als Wolfi zu mir sagte.

„Ich glaube, da am Nebentisch sitzt Wolfgang Nairz“.
Sofort ließ ich mich von Wolfi dort hin leiten und tatsächlich saß der Expeditionsleiter der Messner-Habeler-Erfolgsexpedition ohne Sauerstoff am Everest im Jahre 1978 am Nebentisch.
Wolfgang Nairz war nicht weniger erfreut und überrascht und er nahm sein Weinglas und gesellte sich zu uns Vier.

Mit Wolfgang Nairz im Fire and ICE in Kathmandu Foto Martin Böhm

Mit Wolfgang Nairz im Fire and ICE in Kathmandu
Foto Martin Böhm

Es ist einfach immer wieder schön, wie klein die Welt sein kann, wenn man aufmerksam ist.

Wie die Pizzen unsere hungrigen Hälse hinunter glitten und wie gut das Everestbier schmeckte, davon brauche ich wohl nicht extra berichten 🙂

Pizza essen Klemerns, Wolfi und Andy Foto Martin Böhm

Pizza essen
Klemens, Wolfi und Andy
Foto Martin Böhm

Morgen verbringen wir hier in Kathmandu unseren letzten Reisetag bevor wir am Montag am Morgen zum Flughafen fahren und unseren gemeinsamen Gipfelerfolg nach Hause, in unser wunderbares Osttirol bringen werden.
Alles Liebe, es ist einfach so schön!!! Euer Andy, Wolfi und Klemens“

Namaste euer bald arbeitsloses Bodenpersonal Sabine 😉

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort auf Team in Kathmandu

  1. Karl Heinz Purkl aus Herzebrock-Clarholz sagt:

    Ich kann nur sagen: Herzlichen Glückwunsch zu dieser gelungenen Expedition. Ich freue mich riesig
    für alle, besonders aber für Andy. Viel, viel Glück für weitere Unternehmungen und herzliche Grüße
    aus Westfalen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.