Im ABC auf 6.400 m

16. Mai 2017

44 Tag  Warten im ABC

Gestern und Heute habe ich leider keine Informationen von unserem Team bekommen, aber unsere Männer sind laut Auskunft von Lukas Furtenbach auf 6.400 m im ABC und warten ab. 🙁

Unser ABC auf 6400m (Foto Wolfgang Klocker)

Unser ABC auf 6400m
(Foto Wolfgang Klocker)

Furtenbach Adventures
„Alle Everest Meteorologen sind sich einig: noch nie hatten sie eine Saison erlebt, in der es so schwierig war Prognosen für den Everest zu erstellen. Und sind sie einmal erstellt, kommt doch alles anders. Das Wetter ist diese Jahr definitiv der Schlüsselfaktor.

Bis jetzt gab es zwei ganz kurze Wetterfenster, die sowohl von Norden als auch Süden von ein paar wenigen genutzt wurden.

Es gab bis jetzt noch kein optimales Wetterfenster. Und das ist auch der Grund, warum unser Team immer noch auf Warteposition ist. Gambling kann gut gehen, kann aber auch ordentlich in die Hose gehen.

Wir sind aufgrund der neuesten Meldungen der Meteorologen zuversichtlich, dass es bald das lang ersehnte Fenster geben wird. Und dann sind wir bereit!“

Also lasst uns Hoffen und Daumen halten.

Ich habe euch schon über das Volk der Sherpas und welche bedeutende Rolle sie beim Höhenbergsteigen spielen, berichtet – aber warum gerade diese Menschen so höhentauglich sind …wurde erst vor ein paar Jahren entdeckt.

Man spricht von einem speziellen Sherpa-Gen
Tibet liegt etwa 4.000 Meter über dem Meeresspiegel.
Während Touristen unter dem Sauerstoffmangel leiden, leben die Einheimischen ohne körperliche Beschwerden.
Neue Genanalysen beweisen: Eine genetische Veränderung, die die Erythropoese beeinflusst, macht dies möglich.

Bereits im Jahr 2010 entdeckten chinesische Forscher mehrere Veränderungen in den Genen der Tibeter, die ein Leben in extremer Höhenlage begünstigen.
Eine davon betraf EGLN1. Dieses Gen enthält den Bauplan für das Enzym Prolyl-Hydroxylase 2 (PHD2), welches bei normaler Sauerstoffversorgung die Transkriptionsfaktoren Hypoxia-inducible factors (HIFs) hydroxyliert, wodurch diese abgebaut werden.

HIFs sind vor allem bei einer Unterversorgung der Zellen mit Sauerstoff wichtig. Dann nämlich reagiert PHD2 auf Grund des fehlenden Sauerstoffes nicht mehr mit den Transkriptionsfaktoren. Folglich werden HIFs nicht abgebaut und können verschiedene Signalwege aktivieren.

Im Knochenmark vermitteln sie so vermehrt die Bildung und Entwicklung der sauerstofftransportierenden, roten Blutkörperchen, den Erythrozyten.
Je mehr Erythrozyten jedoch produziert werden, umso viskoser wird das Blut.
Ab einem gewissen Punkt führt dies zu einer Beeinträchtigung der Sauerstoffversorgung der Organe. Besonders betroffen von diesen Vorgängen sind Menschen aus niedrigeren Ebenen, die sich in extreme Höhenlagen begeben.
Tibeter dagegen haben auch im Hochplateau keine erhöhte Erythrozyten-Konzentration.
Welche Mutation der Grund hierfür ist und wie die Vorgänge innerhalb des Körpers beeinflusst werden, blieb jedoch unbekannt.  (Quelle:DocCheck)

Sherpas umfassen eine Bevölkerung von tibetischer Abstammung in der Himalaya-Region, die bekannt ist für seine Höhentauglichkeit beim Bergsteigen.
Die sehr geringe Menge der verfügbaren genetischen Informationen für Sherpas reicht aus, um ihre physiologische Fähigkeit zur Anpassung an die Höhenlage Hypoxie zu erklären.

Der Begriff Hypoxie bezeichnet die den ganzen Körper oder Teile davon betreffende Mangelversorgung des Gewebes mit Sauerstoff. Einen Sauerstoffmangel im arteriellen Blut nennt man dagegen Hypoxämie. Trotz dieser Unterscheidung werden die beiden Begriffe häufig auch synonym verwendet. Das vollständige Fehlen von Sauerstoff wird als Anoxie bezeichnet.

Tibeter haben genetisch bedingt eine erhöhte Atemfrequenz, so dass sie nicht erkranken.

Als Höhenkrankheit bezeichnet man einen Komplex von Symptomen, der bei Menschen auftritt, die sich in große Höhen begeben oder dort leben. Die Höhe beim Auftreten erster Symptome ist individuell verschieden und stark konstitutionsabhängig, sehr selten kann eine Höhenkrankheit bereits zwischen 2000 und 2500 m auftreten.

Leitsymptom sind Kopfschmerzen, dazu kommen häufig Appetitverlust, Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit, Schwäche, Atemnot, Schwindel, Benommenheit, Tinnitus und Schlafstörungen.

Die Höhenkrankheit kann in ein akutes und lebensbedrohliches Höhenhirnödem (HACE) übergehen, auch kann sich ein ebenfalls lebensgefährliches Höhenlungenödem (HAPE) bilden.

Die Schwere und Häufigkeit der Höhenkrankheit ist bei Bergsteigern vor allem von der erreichten Höhe und der Geschwindigkeit des Aufstiegs abhängig. Bei nicht akklimatisierten Bergsteigern finden sich zu 10 bis 25 Prozent Zeichen einer Höhenkrankheit nach dem Aufstieg auf 2500 Meter, die jedoch meist mild sind und die Aktivität nicht einschränken.

Bei fehlender Akklimatisation sind aber in 4500 bis 5500 Meter Höhe 50 bis 85 Prozent der Bergsteiger betroffen, die Höhenkrankheit kann deutlich schwerer sein und den weiteren Aufstieg verhindern.

Neben der erreichten Höhe sind weitere starke Risikofaktoren für das Auftreten einer Höhenkrankheit ein Aufstieg von mehr als 625 Meter pro Tag ab 2000 Meter und eine fehlende vorherige Akklimatisation mit weniger als fünf Tagen über 3000 Meter in den vorausgegangenen zwei Monaten. Frauen sind häufiger betroffen, ebenso jüngere Menschen unter 46 Jahren sowie Menschen, die an Migräne leiden.
Fehlende Fitness ist zwar kein Risikofaktor für die Höhenkrankheit, jedoch für allgemeine Erschöpfung.  (Quelle Wikipedia)

Namaste euer Bodenpersonal Sabine

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