Warten im ABC auf 6.400 m

14. Mai 2017

42 Tag  Im ABC

Da ich heute keine Informationen von unserem Team bekommen habe, werden unsere Männer auf 6.400 m im ABC ausharren und abwarten.

So möchte ich die Gelegenheit nützen und einmal über die stillen Helden am Mt. Everest – die Sherpas berichten.
Sie vollbringen mit ihrer freundlichen und ruhigen Art wahre „Wunder“ am Berg.
Andy berichtet mir immer nach seinen und während seinen Expeditionen von diesen wundervollen und warmherzigen Menschen.

Andy und ich hatten selbst das Glück und durften drei Tage Tirta, einen dieser Sherpa, in unserem Haus als Gast und Freund willkommen heißen.
Ein so wunderbares Erlebnis welches wir beide nie vergessen werden …

Es sind manchmal nur „Kleinigkeiten“ – die aber so „Großes“ bewirken.
Danke das es euch „Helferlein“ gibt. 🙂

Die Küchenmannschaft gibt alles (Foto Klemens Bichler)

Die Küchenmannschaft gibt alles
(Foto Klemens Bichler)

Aber wer oder was ist ein Sherpa …

Die Sherpa sind ein Volk, das vor 300 bis 400 Jahren aus der Kulturregion Kham, hauptsächlich dem heutigen Qamdo und Garzê, in den Zentral- und Süd-Himalaya eingewandert ist.

Die Bezeichnung des Volkes stammt aus dem Tibetischen: shar bedeutet „Osten“, die Nachsilbe pa bedeutet „Volk“, „Menschen“.
Angehörige dieser Ethnie werden ebenfalls als Sherpa bezeichnet, die weibliche Form ist Sherpani.
Heute gibt es etwa 180.000 Sherpas. Sie leben vor allem im Osten Nepals sowie in den grenznahen Regionen Chinas und Indiens.
Sie sind größtenteils buddhistisch und sprechen überwiegend eine ihrer Kultur eigene Sprache, die ebenfalls Sherpa genannt wird.

Die meisten Sherpas leben in den östlichen Regionen Nepals.
Kerngebiet ihrer Verbreitung ist die Gegend Solu-Khumbu, die sich aus den Regionen Khumbu, Pharak und Solu zusammensetzt. Außerdem leben sie im weiter westlich gelegenen Rolwaling-Tal und im östlich gelegenen Arun- und Barun-Tal. Die Sherpas in der nördlich von Kathmandu gelegenen Region Helambu sind weniger mit ihnen verwandt, stammen aus Südtibet.
Das älteste Sherpa-Dorf Nepals, Pangboche, soll vor über 300 Jahren errichtet worden sein.
In der Volksrepublik China leben ca. 2.600 Sherpas, davon etwa 80 % sherpa-sprachig. Obwohl sie nicht offiziell als eine der 56 Nationalitäten Chinas anerkannt sind, haben sie im Autonomen Gebiet Tibet einen Sonderstatus, der in etwa einer „internen Anerkennung“ gleichkommt.
Ihr Siedlungsgebiet ist der Regierungsbezirk Xigazê in Tibet, vor allem zwei Orte direkt an der chinesisch-nepalesischen Grenze, in der Großgemeinde Zhêntang und in der Großgemeinde Zham.

Der Kern der Sherpa-Gesellschaft besteht aus einer Reihe von Clans. Deren primäre Merkmale sind Exogamie – das heißt, Heirat und Sexualkontakte sind nur mit Angehörigen anderer Clans möglich – und Patrilinearität – das bedeutet, Kinder erhalten die Clan-Zugehörigkeitdes Vaters. Die Clans der Sherpa werden ru genannt, was wörtlich „Knochen“ bedeutet. Die Abstammung in mütterlicher Linie wird mit sha bezeichnet, was „Fleisch“ heißt. Darin spiegelt sich die Auffassung wider, dass Kinder die Knochen des Vaters und das Fleisch der Mutter erben; erst Fleisch und Knochen zusammen formen einen Menschen.

Die Sprache Sherpa geht auf einen tibetischen Dialekt zurück und hat sich ab dem 15. Jahrhundert für rund 500 Jahre eigenständig entwickelt. Sherpa ist eine schriftlose Sprache. Eine allgemein anerkannte Konvention zur Verschriftlichung existiert nicht. Daher besteht auch keine Möglichkeit zur Umschrift ins lateinische Alphabet. Die Schreibweise entsteht üblicherweise – so auch hier – durch Nachbildung der gesprochenen Laute und kann daher von anderen Schreibweisen abweichen. Daneben sprechen viele Sherpas Nepali als Zweitsprache. Soweit sie in tibetischen Klöstern oder Schulen erzogen wurden, haben sie Tibetisch gelernt.

Sherpa tragen traditionell einen oder mehrere Rufnamen. Bei Geburt werden sie häufig nach dem Wochentag benannt, an dem sie geboren wurden, auch religiöse Namen sind gebräuchlich. Außerdem können sie in einer spirituellen Zeremonie von einem Lama einen weiteren Namen erhalten, der den ersten ergänzt oder ersetzt. Dieser kann im Laufe eines Lebens mehrfach geändert werden. Die Zuordnung zu einer Gruppe durch einen Familien- oder Clannamen als Bestandteil des Personennamens ist nicht gebräuchlich, allerdings nutzen viele Sherpas die Bezeichnung „Sherpa“ wie einen Nachnamen.

Seit britische Extremsportler, Entdecker und Abenteurer in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts Männer aus dem Volk der Sherpa als Träger im Himalaya angeheuert haben, wird der Name Sherpa häufig synonym für Hochgebirgsträger gebraucht, teils ohne Kenntnis der ursprünglichen Bedeutung. Unterschieden werden von den Hochgebirgsträgern oder Sherpas die Porter, die Ausrüstung und Gepäck im (Hoch-)Gebirge bis in die Basislager tragen. Der wohl bekannteste Sherpa ist Tenzing Norgay (1914–1986), dem als gleichberechtigtem Gefährten 1953 mit Sir Edmund Hillary die Erstbesteigung des Mount Everest gelang.

Sir Edmund Hillary (1919-2008)
„Du brauchst kein fantastischer Held zu sein, bloß ein ganz normaler Kerl mit ausreichend großer Motivation, um anspruchsvolle Ziele zu erreichen.“

(Quelle: Wikipedia)

So meine lieben und treuen Leser – bitte weiterhin fest Daumen halten für unsere Männer
Namaste euer Bodenpersonal Sabine

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