Basislager auf 5.165 m

09. Mai 2017

37 Tag  Relaxen im Basislager auf 5.165 m

Andys persönlicher Bericht aus dem BC. 🙂

„Hallo Sabine,
Hier die NEWS von heute bzw. noch gestern.
Gestern am Nachmittag kamen unsere wahren Helden vom ABC zurück.
Unsere lieben Sherpas haben unsere Ausrüstung wie Zelte, Sauerstoff usw. nun bis Lager 3 verteilt.
Man muss sich vorstellen, mit 30 kg im Rucksack sind die Übermänner für uns auf eine Seehöhe von 8.300 m gestiegen. Das sind nur 311 m unter der Gipfelhöhe des K2 bzw. höher als die meisten Achttausender überhaupt.
Und dieser Auf- und Abstieg wurde Großteils in der Nacht vollzogen. Wenig Wind und wenig Menschen. So meinte Karma, sind sie flott vorangekommen.
Vom ABC bis Camp 3 auf 8.300 m und zurück über ABC ganz runter ins Basislager auf 5.165 m brauchten unsere Wahnsinnsmaschinen aus menschlichem Fleisch und Blut und lachenden Gesichtern nur gut 24 Stunden.
Ich kann mich nur demütig vor ihnen verbeugen !!!

Nun noch zu unserem bzw. meinem Befinden.
Heute Nacht wieder wie ein Bär geschlafen.
Zum ersten Mal musste ich am Morgen die schöne Apotheke öffnen, die Du mir für die Reise so fürsorglich zusammen gepackt hast.
Keine Sorge!!! Es kratzte nur ein wenig der Hals.
Wahrscheinlich vom Staub und von der doch schon schmutzigen Staubmaske.
Viele werden sich ohnedies fragen, weshalb wir immer wieder mit diesen hässlichen Masken zu sehen sind.
Ganz einfach. Auf dieser großen Höhe ist die Luft sehr sehr trocken und kalt. Wenn man unter Leistung, etwa bei einem Aufstieg dann die trockene kalte Luft voll einsaugt, weil man ja jeden Prozent Sauerstoff daraus gewinnen möchte, dann prallt diese eiskalte staubtrockene Luft stundenlang hinten im Rachenraum auf bevor sie durch die Luftröhre in die Lungen gelangt.
Dieser Fleck hinten im Rachenraum wird dann sehr schnell ausgekühlt und empfindlich für eine Endzündung.
Dazu kommt dann noch der Staub der im Wind aufgewirbelt wird und dieser findet hinten im Rachenraum einen perfekten Nistplatz für Bakterien.
Wenn man nun mit einer Staubmaske vorbeugt, dann kommt die Luft vorgewärmt herein und wegen der feuchten Ausatmung die ja auch durch die Maske geht, wird die eingeatmete Luft auch immer schön vor befeuchtet.
Also strömt warme feuchtere Luft in den Rachen und der Halsschmerz wird möglichst vermieden.
Jetzt muss man aber die Maske von Zeit zu Zeit austauschen oder waschen damit die abgefangenen Staubpartikel nicht wieder Schaden anrichten.
Dies könnte ich etwas verschlafen haben. 🙁

Andy mit Maske (Foto Daniel Kopp)

Andy mit Maske
(Foto Daniel Kopp)

Aber mit Sabines Medizin ist heute Nachmittag schon wieder Entwarnung und in ein-zwei Tagen ist alles wieder perfekt.

Diesen Vormittag war echt mal richtig ungutes Wetter hier unten. Schneefall und sehr kühl.
Die meiste Zeit verbrachte ich im Aufenthaltszelt mit Diskussionen und interessanten Gesprächen mit Klemens, Martin, Daniel und Oliver. Wolfi lag in seinem Zelt und las.
Jetzt am Nachmittag super feiner Sonnenschein und wieder flammen die heißen Gedanken zum Aufstieg wild auf.

Aber Geduld ist angesagt. Jeder möchte und niemand weiß noch genau wie und wann…
Aber ich denke, genau auch das gehört dazu. Danach, wenn wir vom Gipfel zurückkommen, dann werden wir darüber nur noch lächeln….
Also, sobald wir das Freizeichen bekommen sind wir bereit und alles ist angerichtet.
Alles Liebe,
Andy, Klemens und Wolfi“

Also heißt es weiterhin Abwarten für unser Team …
Namaste euer Bodenpersonal Sabine

 

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2 Antworten auf Basislager auf 5.165 m

  1. Luggi sagt:

    Hi Andy und co, ich sage einfach nur wow und Gratulation – ich bin stolz auf dich / euch und wünsche euch ganz herzlich ein gutes Heimkommen.
    Liebe Grüße
    Luggi

  2. Hallo Andy. Einfach nur super und herzliche Gratulation und kommt alle gut heim. Hab dich vor zwei Jahren auf dem Rifugio Rosetta in der Palagruppe getroffen, und konnte da mit dir plaudern, und deine positive Energie spüren.Grüsse von Reinhard aus Tiers am Rosengarten!!!!!

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