Im Basislager auf 5.165 m

08. Mai 2017

36 Tag  Warten im Basislager auf 5.165 m

Wie immer mit viel Geduld bekam ich jetzt doch noch ein paar Zeilen von Andy aus dem Basislager. 🙂
Leider ist das Wetter momentan nicht sehr einladend für einen weiteren Aufstieg – starke Stürme verhindern es.
So können sie nur abwarten und auf eine Wetterbesserung hoffen – beginnen wir mit dem Daumenhalten – vielleicht nützt es etwas … 🙂

Für euch liebe, treue Leser noch Andys Bericht
„Hallo Sabine,
Heute bin ich wieder sehr nahe bei Papa – er hat ja heute seinen neunzigsten Geburtstag und ich habe ihm schon mind. 5-mal gratuliert.
Schön ist, er kann mich hier wirklich hören.
Es war ja in den letzten Jahren bei solchen Anlässen wo ich auch in der Ferne war, immer schwierig, dass er mich mit seinen schon recht schlechten Ohren am Satellitentelefon hören konnte. Da wurde er immer „narrisch“ und gab der Mama den Hörer….
Mir geht es mit der Aufarbeitung unserer gemeinsamen traurigen Stelle unserer Familiengeschichte hier relativ gut.

Andreas und sein Vater vor der Abreise (Foto Sabine Holzer)

Andreas und sein Vater vor der Abreise
(Foto Sabine Holzer)

Zum weiteren Vorgehen hier am Everest gibt es derzeit etwas unterschiedliche Meinungen und Stimmungen.
Keiner weiß so recht, wann der ideale Zeitpunkt für den Aufbruch hinauf ins ABC und dann zum Gipfel ist.
Unser Wetterbericht aus USA hält sich recht einfach und in „Sicherheit“.
Immer etwas Wind, dann wieder doch nicht und was wirklich ist, das muss man dann sehen…..
Andere sprechen davon, dass bis ca. 18. Mai gut sein soll und dann was rein kommt.
Natürlich hält jeder Expeditionsleiter damit etwas hinterm Busch um seine Gäste als Erste auf den Gipfel zu bekommen. Ist ein wenig ungut weil man sich nicht einstellen kann.
Aber in Wahrheit weiß es eh keiner genau.
Wir müssen einfach auf Gut Glück aufbrechen und dann kurzfristig sehen was geht.

Man muss aber bedenken, dass wir vom Tag des Aufbruches hier im Basislager knapp 8 Tage benötigen, um tatsächlich in die Gipfelregion vorzudringen. So lange ist der Weg inkl. ein paar Rasttage über das Mittelcamp zum ABC, weiter zum Nordsattel, weiter auf Camp 2 und dann noch Camp 3 auf 8.300 m. Von dort erst geht’s los in den wirklichen Gipfelsturm.

Also, wenn jemand da draußen einen guten Wetterbericht für die nächsten 14 Tage an der Nordseite! des Everest für mich hat, dann bitte melden  🙂

Andy auf 6.650 m mit Leggera von Dachstein (Foto Wolfgang Klocker)

Andy auf 6.650 m mit Leggera von Dachstein
(Foto Wolfgang Klocker)

Alles in Allen geht es jeden von uns sehr gut. Wolfi machte einen Spaziergang hinauf auf diesen schon bekannten sehr blockigen über 6.000 m hohen Basislagerberg, ich wusch meine Schuhe und Socken und ging mit Klemens und Martin eine nette Camp Runde.
Wir sind super drauf und alles geht gut.
Alles Liebe und ich freu mich, es sind ja nur noch 3 Wochen bis wir wieder in die Zivilisation kommen.
Dein Andy mit seinem spitzen Team“

Möge unseren Männern der Wettergott gnädig werden …
Tashi Delek
Euer Bodenpersonal Sabine

 

 

 

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2 Antworten auf Im Basislager auf 5.165 m

  1. Raimund Achatz OE 8 ANK sagt:

    Hallo Sabine mit gesamten Bodenpersonal!
    Ich wünsche dem Andy alles Gute und den Gipfelsieg und vor allem das er wieder Gesund nach Hause kommt und ich mit Ihm wieder auf Kurzwelle funken kann!

  2. Werner Bertolan sagt:

    Andy, Du Waschl!
    Hab’s gerade von Sabine erfahren.
    Gratulation!!! Ich freu mich saumässig für Dich und Deine Kameraden!
    Kommt’s wieder gut runter und heim!
    Herzliche Grüsse.
    Werner

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