Lhasa auf 3.650 m

08. April 2017

6. Tag In Lhasa angekommen

Nachdem sie jetzt endlich nach Irrflügen in Lhasa angekommen sind, gibt es heute ein paar persönliche Zeilen von Andy.

„Hallo Sabine,
Heute Morgen um 04.30 Uhr läutete der Wecker in unserem Luxushotelzimmer in Chengdu, 1250 km nordöstlich von Lhasa.
Wir wurden dort ja von der chinesischen Airline, die mit uns gestern wegen Schlechtwetter und technischer Probleme nicht in Lhasa landen konnte, einquartiert.
Ein Bus holte uns um kurz vor 5 Uhr ab und brachte uns zum internationalem Flughafen von Chengdu.
Wieder ewig lange in Schlange stehen, Gepäck durchchecken öffnen schließen und durch Scanner laufen, ein auf und ab, ein hin und her und um kurz vor 07 Uhr saßen wir wieder auf unseren Plätzen im Flugzeug nach Lhasa.

Wir scherzten noch, falls der Flieger heute in Lhasa nicht landen kann, dann wird er wohl mit uns zum nächstgelegenen Flughafen weiter fliegen, das wäre in dem Fall Kathmandu in Nepal  🙂
Also die Stimmung ist in der Gruppe sehr gut und mir persönlich ist es lieber, diese mühsamen Spergamenteln am Anfang zu haben um dann vielleicht zum Höhepunkt unserer Reise geradliniger voran zu kommen wenn es darauf an kommt…

Gegen 10 Uhr Lokalzeit landeten wir nun endgültig in Lhasa, der Hauptstadt von Tibet auf 3.650 m Seehöhe.
Der Weg mit unserem ganzen Gepäck vom Flughafen raus auf die Strasse war diesmal sehr sehr easy.
Wir waren ja von einem chinesischem Startflughafen gekommen und nicht vom Ausland.
So konnten wir im Gegensatz zu meiner Anreise zur Shisha Pangma 2011 wo wir aus Kathmandu direkt hier ankamen, heute ungebremst zum Ausgang durchmarschieren.

An dieser Stelle möchte ich mal die restlichen Mitglieder unserer Everest-Expeditionsgruppe kurz vorstellen.
Es wäre ja schon von den Permitkosten und der gesamten Logistik ein Unsinn bzw. unmöglich wenn ich diese Everestexpedition  alleine nur für uns drei Freunde Wolfi, Klemens und mich geplant hätte.
So teilen sich 8 Leute die Logistik, die Küchenmannschaft und nicht zuletzt die Permitkosten für dieses Abenteuer, organisiert und durchgeführt von Lukas Furtenbach von FURTENBACH ADVENTURES in Innsbruck.

BastiJan, Daniel, Martin, Andy, Klemens, Wolfi, Anja und Oliver (Foto Dawa)

BastiJan, Daniel, Martin, Andy, Klemens, Wolfi, Anja und Oliver
(Foto Dawa)

Da ist mal Martin, der äußerst sympathische und meinen Schmäh schon lange verstehende Tiroldeutsche, im Tiroler Unterland aufgewachsen und in München lebend, die zwei Holländer Oliver und Basti-Jan und unser Young Girl Anja aus Deutschland, die jetzt in der Schweiz lebt und dort arbeitet.
Im Bezug auf das Bergsteigen möchte ich erwähnen, dass neben mir auch Oliver mit dem MT. Everest seine Seven Summits komplettieren möchte.

Bei Basti-Jan weiß ich im Moment nicht genau den Stand, er erzählt aber ebenfalls von Denali, Aconcagua und diesen Dingen…

Für mich ist Anja schon eine besondere Erscheinung.
Sie bringt nicht mal 50kg auf die Waage, hat Arme und Beine wie eine Spinne und strahlt einen Power und eine Zielstrebigkeit aus, die ich selten bei jemand so gefühlt habe.
Nach dem Sie mir auf meine mehrfache Nachfrage erzählt hat in wie vielen Ländern dieser Erde sie schon gewesen sei, im bussines oder privat, was sie für Ziele privat und auch beruflich erreicht hat, konnte ich meinen Respekt vor ihr nicht verstecken.
Dass sie bei Erfolg der Besteigung mit 26 Lebensjahren die Jüngste Deutsche am Everest wäre und damit für sich den sechsten ihrer Seven Summits bestiegen hätte, das unterstreicht für mich ihre außergewöhnliche Willenskraft.

Über unseren Expeditionsleiter und Bergführer Daniel aus dem Zillertal brauche ich den aufmerksamen Lesern meiner Blogs und meiner Geschichte nicht viel zu erzählen.
Er war mit mir schon in Grönland, in Israel, in Jordanien und 2014 auch schon am Everest auf großer Reise.
Daniel ist mir ein sehr vertrauter Freund und Partner geworden und ich bin dankbar, dass er dabei sein kann.

Beim Verlassen des Flughafens in Lhasa  gab es das erste Team Foto sodass ihr euch selbst ein Bild von unserem Team machen könnt.

Dort am Parkplatz bei den Bussen vor dem Airport, oh welche Überraschung, der chinesische Begleitoffizier der uns wie immer hier in Tibet bis ins Basecamp begleitet und auf uns aufpasst, das ist diesmal wieder Dawa, der uns schon 2011 am Weg zur Shisha Pangma begleitet hatte.
Er erkannte mich sofort und schon hatten wir eine sehr freundliche Stimmung zusammen.

Die 50 Minuten Fahrt zum Hotel in Lhasa vergingen wie im Flug weil ich mich mit Dawa blendend über die News und die „alten“ Zeiten unterhalten konnte.

Mittags haben wir im Hotel eingecheckt und unsere Zimmer für zwei Tage die wir hier verweilen werden, bezogen.

Jetzt am frühen Nachmittag ein vorzügliches chinesisches Mittagessen genossen, nur die Raumtemperaturen sind noch etwas ungewohnt.

Daniel und Andy beim Frühstück (Foto Wolfgang Klocker)

Daniel und Andy beim Frühstück
(Foto Wolfgang Klocker)

Für heute ist nun relaxen geplant, langsames Anpassen an die Höhe und alle freuen wir uns auf eine mal wieder normal lange Nacht zum Ausschlafen.
Jetzt hoffe ich noch, dass ich diese Zeilen und vielleicht später noch einige Bilder über das recht datengeizige Internet hier im Hotel rausbringe.

Alles Liebe und ich freue mich was kommt…. Dein Andy“

Da bin ich heute ja fast „arbeitslos“ (daran könnte ich mich gewöhnen 😉 ) durch Andys persönlichen Bericht von ihrer Reise und ihrer Ankunft in Lhasa auf fast 3.600 m.
Jetzt heißt es akklimatisieren …

So nun noch eine kurze Erklärung zu Lhasa:
Lhasa  ist die Hauptstadt des Autonomen Gebiets Tibet der Volksrepublik China.

Der Bedeutung des Namens Lhasa wird heute in der Regel mit tibetisch „Götterort“ angegeben.
Sie liegt in einem Hochgebirgstal und wurde bei einem Tempel begründet.
Noch heute hat sie große religiöse Bedeutung und beherbergt viele Mönche.
Eine wichtige Sehenswürdigkeit ist der Potala-Palast,  der ehemalige Palast des Dalai Lama.

Lhasa befindet sich im Transhimalaya-Gebirge. Es liegt etwa in 3.600 m Meereshöhe im Tal des Lhasa He, einem Nebenfluss des Yarlung Zangbo.
Die Stadt liegt an dessen nördlichem Ufer und erstreckt sich heute in west-östlicher Richtung über mehr als 10 Kilometer.    (Quelle : Wikipedia)

Einen schönen Samstag und auf ins Wochenende (unsere Bergsteiger schlafen schon)
Euer Bodenpersonal Sabine

 

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