Weiterer Aufstieg

29. April 2017

27 Tag  Camp 1 auf  7.000 m

Meine Lieben, heute habe ich noch immer keine Nachrichten von unseren Bergsteigern bekommen.

Auf die Nachfrage bei Lukas Furtenbach (FURTENBACH ADVENTURES) bekam ich folgende Auskunft:
„Ich habe auch nichts gehört, habe aber Daniel heute aufs Satellitentelefon geschrieben. im ABC ist kaum Handyempfang.
Das Wetter ist gut, laut Plan sind sie heute auf den Weg zu camp 1 am Nordsattel auf 7000 m und werden dort 1-2 Nächte bleiben. Ich gebe dir Bescheid sobald ich was von Daniel gehört habe. lg Lukas“

Aufstiegs - Karte (Andreas Unterkreuter)

Aufstiegs – Karte
(Andreas Unterkreuter)

Die Zeichen stehen gut, dass sich unsere Männer weiter nach Oben bewegen. Vor allem ist wichtig, dass auch das Wetter mitspielt.
Vielleicht kann ich euch morgen mehr berichten …
Namaste euer Bodenpersonal Sabine

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Im ABC auf 6.400 m

28. April 2017

26 Tag  Akklimatisieren auf 6.400 m

Leider hab ich heute gar keine Nachrichten von unserem Team – aber die treuen Leser wissen ja schon – Keine Nachrichten sind gute Nachrichten.  🙂
Wie Andy ja schon vorher berichtet hat, haben sie jetzt vor in ihre Akklimatisierung weiter zu kommen.
Sie halten sich auf 6.400 m auf und werden jeden Tag zwischen 300 und 400 Höhenmetern weiter nach oben steigen und dann wieder zurück ins ABC kommen…

Nachdem ich leider selbst nicht mehr habe, werde ich euch ein paar Infos über Akklimatisierung und Höhenanpassung geben.

Akklimatisierung
Der menschliche Körper braucht Zeit, um sich an große Höhen  zu gewöhnen. Wer Akklimatisationsregeln beim Höhenbergsteigen und auf Trekkingtouren missachtet, muss mit schweren Gesundheitsschäden bis hin zu Lebensgefahr und Tod rechnen.

Wichtigste Leitlinie: Die Schlafhöhe sollte pro Nacht ab 2500 Metern Seehöhe m nicht mehr als 400 bis 500 Meter zunehmen. Ab ca. 5.300 Metern ist eine vollständige Akklimatisation nicht mehr möglich, es kommt zum körperlichen und geistigen Leistungsverlust, genannt „Deterioration“.

Unter einer Akklimatisation oder auch Akklimatisierung versteht man die individuelle physiologische Anpassung eines Organismus innerhalb seiner genetischen Vorgaben an sich verändernde Umweltfaktoren, wobei diese Anpassung selbst reversibel (umkehrbar) ist.

Höhenakklimatisation beim Menschen

Die einzige Möglichkeit, den menschlichen Organismus an große Höhen anzupassen, ist die Akklimatisation. Durch einen komplexen Anpassungsvorgang kann die mangelnde Versorgung mit Sauerstoff in großer Höhe zum Teil ausgeglichen werden. Aufgrund der unterschiedlichen Fähigkeit zum hypoxischen Atemantrieb verläuft die Anpassung bei jedem Menschen unterschiedlich. Die normalen höhentypischen Veränderungen äußern sich in:
Kurzatmigkeit
vermindertem Harnlassen
veränderter Atmung
Schlafstörungen und sonderbaren Träumen
oft quälendem Kopfschmerz (Hirnödem, insbesondere Höhenhirnödem).

Der Anpassungsprozess, der in verschiedenen Stufen abläuft, stellt einen hochkomplexen, bis heute noch nicht vollständig erforschten Prozess dar.
In verschiedenen Anpassungsphasen wird zunächst durch Steigerung des Atem- und Herzminutenvolumens der gesunkene O2-Partialdruck ausgeglichen. Dadurch bedingt, entsteht eine respiratorische Alkalose, die der Körper auszugleichen versucht.
Mit dem alveolo-vaskulären Reflex wird der Sauerstoffaustausch von Alveolen und Lungenkapillaren verbessert. Im Blut kommt es zu einer Rechtsverschiebung der Hämoglobin-Bindungskurve, abgeschwächt durch die respiratorische Alkalose.
So steigt der Hämatokrit stark an, was die Fließeigenschaften des Blutes verschlechtert und zu einer Thrombosebildung führen kann. Der Organismus kann sich dauerhaft nur in Höhen bis 7000 m (Höhengewinn aufgrund der Senkung des kritischen Sauerstoffpartialdrucks durch chemosensorisch aktivierte Atemzeitvolumen-Erhöhung) anpassen; bei größeren Höhen setzt langfristig der Abbau aller Körperfunktionen ein.

Merkmale für eine erfolgreich verlaufene Akklimatisation sind:
ein auf Normalwert zurückgekehrter Ruhepuls
trainingsgemäße Ausdauerleistung
vertiefte Atmung in Ruhe und unter Belastung
vermehrtes Urinieren.

Symptome der Höhenkrankheit
Mangelnde Akklimatisation zeigt sich in den Symptomen der Höhenkrankheit: Am Beginn (milde Höhenerkrankung – AMS) stehen Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, Schwindelgefühl, Leistungsabfall und Schwellungen des Gesichts.
Diese können sich bei Verweilen auf gleicher Höhe in zwei bis drei Tagen zurückbilden oder sich zu den bedrohlichen Formen der Höhenerkrankung entwickeln. Diese treten als Wasseransammlungen in der Lunge (Höhenlungenödem – HAPE) und/oder Schwellungen des Gehirns (Höhenhirnödem – HACE) auf und sind jedenfalls lebensbedrohend. Das Lungenödem erkennt man am starken Hustenreiz, Herzjagen, brodelnden Atemgeräuschen und natürlich Atemnot; das Hirnödem an Gang- und Stehunsicherheit (Ataxie), Schläfrigkeit, Verwirrtheit, Halluzinationen und Bewusstlosigkeit. Beide Erkrankungen sind häufige Todesursachen in großen Höhen bzw. verursachen auch oft Abstürze.

Höhenanpassung
Je größer die Zielhöhe, umso länger ist die Anpassungszeit (Akklimatisation) an die Höhe. Die Anpassungszeit ist individuell verschieden und nicht direkt an anderweitige körperliche Fitness gekoppelt: Es gibt unsportliche Personen, die über die natürliche Fähigkeit verfügen, die Konzentration an Erythrozyten (rote Blutkörperchen, die Träger des Sauerstoffs) auf das doppelte Maß anzupassen; sie können sich daher länger in großen Höhen aufhalten. Bei anderen Personen steigt die Konzentration auch bei längerer Anpassung nicht so stark – auch wenn sie sehr sportlich und austrainiert sind.

Diese Anpassungsleistung lässt sich in gewissen Grenzen sportmedizinisch vorab ermitteln, jedoch zeigt sich die „Wahrheit“ erst vor Ort, beim Bewältigen von Anstrengungen bei verringertem Sauerstoff-Partialdruck in großer Höhe.

Zu den besonderen Ausrüstungsgegenständen gehören dabei eine Sauerstoffmaske mit Ventilen und Reglern sowie eine entsprechende Anzahl von Sauerstoff-Flaschen, die zumeist mit Trägern in gestaffelte Höhenlager verbracht werden. Das Besteigen des Mt. Everest ohne zusätzlichen Sauerstoff gelang zwar mittlerweile  einigen Menschen, jedoch ist diese physische Befähigung hierfür sehr selten. In aller Regel wird von Bergsteigern oberhalb von 7.500 m Flaschensauerstoff verwendet, zwischen 1,5 und 2,5 Litern pro Minute. Dies entspricht einem Bedarf von pro Mensch zwei Flaschen Sauerstoff in 24 Stunden. Im Bereich des Spitzenbergsteigens wird die Nutzung zusätzlichen Sauerstoffs zumeist als unsportlich angesehen und nur bei medizinischen Notfällen akzeptiert.

Zur Planung einer Expedition in großen Höhen gehört ein genau ausgearbeiteter Plan für die Akklimatisierung.
Hierzu gehört das Aufhalten in größerer Höhe zunächst ohne körperliche Anstrengungen. Eine Höhenanpassung ist ab etwa 3.000 Metern Höhe notwendig, wenn man sich dauerhaft in dieser Höhe aufhält. Dabei gilt die Faustregel, nur etwa 300 Meter netto am Tag aufzusteigen.

Der zweite Akklimatisationsschritt erfolgt in den Basislagern, die etwa im Himalaya in einer Höhe zwischen 4.500 und 5.500 Metern liegen und so einen Aufenthalt über mehrere Wochen ermöglichen. Ausgehend vom Basislager werden einzelne Touren zum Erreichen größerer Höhen unternommen, die der Akklimatisierung dienen – und bei geführten Touren zugleich der Bewertung der Teilnehmer durch ihre Bergführer, inwieweit sie sich den Anforderungen noch größerer Höhen vermutlich gewachsen zeigen werden. Die benötigte Zeit der Akklimatisierung für eine Achttausender-Besteigung beträgt oftmals mehr als acht Wochen. (Quelle. Wikipedia)

8000er Bereich Nepal China (Karte Andreas Unterkreuter)

8000er Bereich Nepal China
(Karte Andreas Unterkreuter)

Namaste und bis morgen euer Bodenpersonal Sabine

 

 

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Im ABC auf 6.400 m

27. April 2017

25. Tag  Im  „Advanced Base Camp“ (vorgeschobenes Basislager) auf 6.400 m

Hallo meine treuen Leser euer Bodenpersonal ist wieder da…
Mit aktuellen Infos,  von  unserem Team ist es momentan leider sehr schwierig.
Andy versuchte mich heute anzurufen, aber die Verbindung war nach ein paar Sätzen schon wieder unterbrochen…  🙁

Aufstiegs - Karte (Andreas Unterkreuter)

Aufstiegs – Karte
(Andreas Unterkreuter)

Doch nun möchte ich euch zuerst einmal über die letzten zwei Tage berichten:
Wie schon erwähnt sind unsere Männer am 24. April zum Mittelcamp auf 5.800 m aufgebrochen – dort gut angekommen.

Erster Blick zum Mittelcamp auf 5.800m im Jahr 2015 (Foto Klemens Bichler)

Erster Blick zum Mittelcamp auf 5.800m im Jahr 2015
(Foto Klemens Bichler)

Nach einer Nacht zum Akklimatisieren, ging es dann am nächsten Tag, dem 25. April weiter zum ABC auf ca. 6.400 m.
Hier werden sie voraussichtlich 3 Tage bleiben.

Erster Blick auf das ABC auf ca. 6.440m vom Jahr 2015 (Foto Klemens Bichler)

Erster Blick auf das ABC auf ca. 6.440m vom Jahr 2015
(Foto Klemens Bichler)

Gestern, den 26. April, nach einer Nacht auf dieser Höhe, machten sie gleich noch eine Akklimatisierungstour mit ca. 300 Höhenmetern.
Andy  war ja schon im Jahr 2015 bis ins ABC gekommen, doch das starke Erdbeben, am 25. April  2015 in der Region 80 Kilometer östlich der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu, zwang sie zur Heimreise.

Heute hat sich Andy kurz gemeldet und berichtet es geht uns alle sehr gut, wir haben kein Kopfweh – ich brauchte bis jetzt noch keine einzige Kopfwehtablette und auch körperlich sind wir fit.
Andys Gedanken sind natürlich bei seinem Vater, der gestern beerdigt wurden.
Viele Freunde und Bergkollegen von Andy waren dabei – sehr berührend – danke allen die seinem Vater die letzte Ehre erwiesen haben, schön das es euch gibt.

Andy erzählte mir, dass es gestern einen starken Sturm im Lager gab und einige Zelte anderer Expedition davon flogen.
Unsere Zelte trotzten dem Sturm und es ist nichts passiert – unsere Sherpas haben gut gearbeitet beim Aufbau! 🙂

Leider habe ich auch keine aktuellen Bilder mehr bekommen und so zeig ich euch Fotos von der Expedition von 2015, damit ihr euch Vorstellen könnt wie unfreundlich es in diesen Camps ist …Mir bleibt nur die Hoffnung, dass ich morgen bessere Infos von unseren drei Männern bekomme…
Bis bald euer Bodenpersonal Sabine

 

 

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Weiterer Aufstieg

24. April 2017

22. Tag  Mittelcamp auf 5.800 m

Für alle treuen Verfolger unseres Expeditionstagebuches kann ich euch berichten, dass unser Team heute Morgen zu ihrem nächsten Ziel aufgebrochen ist …
Es wird in den nächsten Tagen sehr schwer werden ganz aktuelle Infos zu bekommen – aber lassen wir uns überraschen …

„Hallo Spatz.
Ich stehe jetzt auf. Um 7 Uhr Frühstück und um 8 Uhr starten wir zum Mittelcamp. Wird für mich ein steiniger Weg.
Ich bin gut eingestellt und das passt  gut zur Situation.
Ich denke so 6 Stunden stolpern. Es  geht mir sehr gut. Habe super  geschlafen und es tut mir nichts weh.

Sitz jetzt mit gepacktem Rucksack – in 5 Minuten starten wir. Körperlich top.
Bussi. Halt  mir den  Daumen. Dein Andy“

Aufstiegs - Karte (Andreas Unterkreuter)

Aufstiegs – Karte
(Andreas Unterkreuter)

Heute geht es für unsere Männer zum Mittelcamp auf 5.800 m.
Dort werden sie eine Nacht verbringen, um dann morgen weiter zum ABC auf 6.400 m aufzusteigen – aber darüber hoffentlich morgen mehr …
Namaste euer Bodenpersonal Sabine

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Everest Basislager 5.165 m

23. April 2017

21. Tag  Gute Gedanken

Heute hab ich Andy einige Beiträge von unseren treuen Lesern zukommen lassen, um ihm Mut und Zuversicht geben zu können – da er momentan jeden Zuspruch und Aufmunterung gut brauchen kann.
Seine Reaktion kam schnell und ehrlich…

„Liebe Leser und mit mir Mitgeher.

Ich liege gerade hier unter meiner Zeltplane und meine liebe Sabine schickt mir via Mail eure Herzenskommentare.
Facebook ist hier in China leider gesperrt und so kann ich nicht direkt mitlesen.

Zu euren so wahnsinnig ehrlichen und hoffnungsvollen Beiträgen fehlen mir einfach die Worte.
Aber große Worte sind ja auch nicht immer die Lösung.
Man muss es tun um zu verstehen, dass es trotz allem großen Sinn macht.

Ihr gebt mir alle mit einander so viel Mut, ihr helft mir die Tränen meiner Trauer zu vergießen, ihr seit mir ein ganz wichtiger Wegweiser, wenn ich manchen von euch vielleicht schon mal Mut gemacht habe, heute bekomme ich es tausendfach zurück.
DANKE DANKE DANKE!!!
Euer Andy am Weg in die wärmende Nähe meines Papas, zur Spitze des MT. Everest

„Der Sinn des Lebens kann wohl nicht sein – nach ihm zu suchen, nein, der Sinn des Lebens ist für mich, sich zu bemühen.“

Andy Holzer, 23.04.2017 um 14.35 Uhr Nepaltime im Basislager des MT. Everest
ENDE
DANKE Spatzi“

 

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Everest Basislager 5.165 m

22. April 2017

20. Tag  Meine Gedanken im größten Verlust

„Liebe Leser und Freunde,
heute möchte ich euch Einblick in meine Gefühlswelt in Stunden meines größten Verlustes geben.
Jubel und Jauchzen, Pauken und Trompeten in der Siegesstunde zu vermitteln, das ist im Vergleich ein Leichtes.
Heute ist für mich leider die andere Seite der emotionalen Spirale erreicht.

Gestern Abend, am 21.04.2017 um 23.07 Uhr ist mein geliebter Vater, nur wenige Tage vor seinem neunzigstem Geburtstag im Beisein seiner engsten Familie, nach seinem schweren Gehirnschlag in der Nacht zuvor, ohne Schmerzen, friedlich und bereit, in die Hände vom Lieben Gott geglitten.

Für mich hier in Tibet, fast 7.000 km entfernt, im Basislager des MT. Everest auf 5.165m Seehöhe und unwirtlichen äußeren Bedingungen, eine nur grenzwertig ertragbare Situation.
Aber genau in solcher Situation erkennt man ganz schnell, wer hinter Dir steht und wer nur  das Beste für Dich wünscht.
Wolfi, Klemens, Daniel und die ganze Sherpa Mannschaft gemeinsam mit den restlichen Teilnehmern versuchen mich in dieser schweren Zeit förmlich zu tragen.
Jede meiner weiteren Entscheidungen im Bezug auf die Everest Expedition stimmen Wolfi und Klemens ganz frei zu.
DANKE DANKE Burschen!!

Die dutzendfachen Mailings und vermittelten Wünsche von meiner Familie, von Freunden und wild fremden Menschen aus der Heimat, die ausschließlich positiv zu meinem Projekt am Everest tönen, geben mir Hilfe mich in dieser Hochschaubahn der Gefühle zu orientieren.

Mein Vater gemeinsam mit meiner Mutter hat mich vor gut 50 Jahren auf meinen besonderen Weg geschickt.
Meine Blindheit war für sie niemals ein Grund es nicht zu versuchen oder umzukehren.
Genau deshalb bin ich heute dort angekommen, wo mich meine lieben Eltern immer hin gewünscht haben.
Auf eigenen Beinen zu stehen, Entscheidungen selbst mit allen Konsequenzen zu treffen, ja, ein Leben welches lebenswert ist, leben zu können.

Gemeinsam mit meiner Sabine, die mir jetzt schon über 30 Jahre als meine geliebte und unsagbar verständnisvolle Frau zur Seite steht, konnte ich mir meine Welt gestalten, richtige Freunde gewinnen und Ziele erreichen, die damals unrealistisch waren.

Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass mein Vater nun möchte, dass ich diesen Weg kurz vor der höchsten Spitze aufgeben sollte.
Sabine, meine Mutter und meine Schwester haben mich heute darum gebeten, den Aufstieg am MT. Everest fortzusetzen und damit unseren Vater in anderer Form nahe zu sein.

Natürlich ist mir klar, dass ich mit unserer gemeinsamen Entscheidung nun wieder die Nichtversteher und Andersdenker meiner ganz persönlichen Lebenseinstellung auf den Plan rufe.
Leider bin ich nicht im Stande, auf alle Menschen Rücksicht zu nehmen und bitte jetzt schon um Verständnis,
Alles Liebe, bitte schickt uns weiter so viel Kraft, es wird hart – aber machbar,
Euer Andy mit seinen Superbuam

Nachtrag:
Die nächsten Tage werde ich mich hier im Blog ein wenig zurückziehen.
Es macht mir große Mühe, mich in meiner Trauerarbeit auf das Verfassen von sinnvollen Blogeinträgen zu konzentrieren.
Sabine wird mich ein wenig ersetzen und grobe Angaben liefern.
Ich hoffe, dass ich ab Mittwoch- Donnerstag, wenn wir dann schon im ABC sein werden, bei verfügbarer Netzverbindung in der Lage bin, euch wieder mit den täglichen News zu versorgen.“

Es ist auch für uns, Andys Familie, eine sehr schwierige Zeit, wenn man 7 000 km von einander entfernt ist, diese Gradwanderung der Gefühle und manchmal auch Hilflosigkeit zu meistern.
Aber gerade solche Schicksalsschläge stärken den Zusammenhalt und die Verbundenheit – nur gemeinsam sind wir stark …

Wir empfangen so viel Mitgefühl, Liebe und Hilfsbereitschaft von den Menschen die uns umgeben und auf diesem schweren Weg begleiten.
DANKE UND SCHÖN DAS ES EUCH GIBT!!!

Ich werde in den nächsten Tagen versuchen die Lasten auf Andys Schulter mitzutragen und ihm die Zeit dafür geben seine Trauer und den Verlust  seines geliebten Vater in Ruhe zu bewältigen… –  mein Schatz ich liebe dich und bin in Gedanken tief mit dir verbunden !

Die treuen Leser werden hoffentlich auch die Geduld und das  Verständnis dafür aufbringen.
Danke euer trauriges Bodenpersonal Sabine mit Familie

Andreas und sein Vater vor der Abreise (Foto Sabine Holzer)

Andreas und sein Vater vor der Abreise
(Foto Sabine Holzer)

 

 

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Everest Basislager 5.165 m

21. April 2017

19. Tag  Ein Trauriger Tag

Hallo Sabine,
Dein heutiger Anruf während unseres Abstieges von der heutigen Akklimatisierungstour auf ca. 5.550 m hat mich bis ins Herz getroffen, gleichzeitig bin ich auf meiner realistischen Denkebene seid 2009 darauf eingestellt und weiß einfach, dass das Leben hier auf diesem Erdball vergänglich ist.

Ich bin unendlich dankbar, dass ich es geschafft habe, mich mit wirklich guten Menschen umgeben zu dürfen.
Dies hat mir Dein wenn auch für mich unsagbar trauriger aber eben ehrlicher Anruf und dies haben mir die Reaktionen von Wolfi, der gerade mit mir die steile Geröllhalde hinunter in Richtung Basislager stieg, sowie die Antwort von Klemens, der wenig später vom Fotografieren zu mir kam, ganz klar gezeigt.

Meine beiden Jungs sagten mir auf der Stelle, sie seien mit jeder meiner Entscheidungen auf Grund dieser nun so plötzlich geänderten psychischen Situation für mich einverstanden und sie tragen diese Last gemeinsam mit mir.
DANKE Wolfi!! DANKE Klemens!!

Ich spürte sofort, ein Abbruch der Reise würde wahrscheinlich für die Gesellschaft gut sein, aber in Wahrheit dient so eine Entscheidung niemanden.

Weitere Telefonate mit meinen engsten Familienmitgliedern haben mir diesen Gedanken ganz deutlich gestärkt und so möchte ich jetzt noch eine Nacht darüber schlafen, besser gesagt, eher wohl wachen, um mich in der für mich so argen psychischen Hochschaubahn zu orientieren.

Für alle Leser:
Bitte versteht meine emotionale Ausdrucksweise, zu eurer Info nur eines.
Jemand für mich extrem wichtige Person, wenn nicht eine der zwei Wichtigsten für mein Leben überhaupt, ist heute Nacht mit einem unwiederbringbaren gesundheitlichen Schlag ins Krankenhaus eingeliefert worden.

Zu meiner Reise zum MT Everest möchte ich an dieser Stelle heute keine weiteren Details verbreiten, ich muss mich einfach fassen.

Aber liebe Leute, die Zeichen stehen auf POSITIV!!!
Meine Freunde hier im Camp, Klemens und Wolfgang sowie Daniel stützen mich extrem.
Und die Telefonate mit meinen Lieben zu Hause geben mir enorme Kraft.

Alles Liebe und habt großen Dank für euer Verständnis, dass heute kein Expeditionsbericht wie üblich über eure Bildschirme flattert.
Es gibt derzeit für meine Familie und mich einfach Wichtigeres.
Aber blicken wir gemeinsam nach vorne……

Ich habe lange schon zu akzeptieren gelernt, dass eine dunkle Stunde mein Leben nur erhellen kann, wenn ich diese traurige Tatsache nicht zu verdrängen versuche, sondern möglichst schnell damit beginne, dieses Faktum als Teil meines Daseins in meine Biographie einzuarbeiten.
Euer Andy mit Wolfi und Klemens

 

 

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Everest Basislager 5.165 m

20. April 2017

18. Tag  Heute Waschtag

Heute diese Zeilen von Andy bekommen und auch Bilder waren dabei  – so kann ich euch wieder mit aktuellen Fotos verwöhnen. 🙂
Es sind auch Bilder von der gestrigen Akklimatisierungstour dabei – 🙂

Klemens lotst Andy den eisigen Gletscherbach hinunter (Foto Wolfgang Klocker)

Klemens lotst Andy den eisigen Gletscherbach hinunter
(Foto Wolfgang Klocker)

„Hallo Sabine,
heute nutzten wir das recht warme Wetter für einen Waschvormittag.

Unterwäsche, Softschellhosen und Anderes wurde gewaschen und in die leichte Prise zum Trockenen aufgehängt.
Danach stellte ich mich selbst auch noch in die Dusche, die für uns von der Küchenmannschaft bei warmem Wetter mit heißem Wasser versorgt wird.

Andy nach der heißen Dusche auf 5.165m (Foto Wolfgang Klocker)

Andy nach der heißen Dusche auf 5.165m
(Foto Wolfgang Klocker)

Weiteres wurden wir heute beim Frühstück von Karma über den Plan der nächsten Tage informiert.
Gestern sind ja schon mal 46 vollbepackte Yaks mit Material, mit 7 Sherpas und einem Küchenjunge ins Mittelcamp und heute weiter ins ABC aufgestiegen.

Am 22. April sollen weitere Yaks gemeinsam mit weiterem Personal ins ABC aufsteigen.
Dort oben auf 6.450 m werden dann die Zelte, die Küche, das Diningtent und alles für das Lagerleben für uns aufgebaut.

Wir selbst werden dann am 24. April in Richtung Mittelcamp auf 5.800 m und am 25. April weiter ins ABC bzw. Vorgeschobenes Basislager auf 6.450 m aufsteigen.
Ich selbst bin über diesen recht sanften Zeitplan des Zustieg zum ABC recht froh.
Es macht in meinen Augen einfach wenig Sinn, im ABC auf weit über 6.000 m dann zu viele Tage auf den Aufbau der weiteren Route zum Nordsattel bzw. Lager 1 auf 7.050 m zu warten.

Oberhalb von ca. 5.300 m Seehöhe ist der Organismus nicht mehr in der Lage, sich wirklich zu erholen und zu regenerieren.
Das heißt, man baut trotz Nichtstun nur noch ab.
Andere Mitglieder unseres Teams sind schon etwas nervös und wollen früher ins ABC aufsteigen.

Wir werden diese vier Tage bis zum Aufbruch ins ABC hier nutzen um im Zuge kleiner Wanderungen auf größere Höhe und weitere Rasttage nutzen um uns gut zu akklimatisieren.

Blick aus 5.800 m das Gletscherbachtal hinaus (Foto Klemens Bichler)

Blick aus 5.800 m das Gletscherbachtal hinaus
(Foto Klemens Bichler)

Hier unten geht uns wirklich nichts ab und wir sind spitze versorgt.
Also alles perfekt und wir sind voller Zuversicht.
Alles Liebe,  Andy mit Team“

Lukas Furtenbach schrieb unserm Team: „Es gibt eigentlich keine besonderen News. Auf der Südseite Rekordzahlen und viel Rummel und bei euch sollte es relativ ruhig bleiben. Schaut alles nach einem guten Jahr aus!“

Jetzt bin ich schon gespannt, was uns der morgige Tag bringt, bzw. welche Infos ich aus dem Basislager bekomme – lassen wir uns überraschen.

Ja und das mit dem Wäsche waschen werden wir Frauen mit unseren Männern noch „genauer zu Hause besprechen“ – probieren können wir es ja … 😉

Waschtag im Basislager (Foto Wolfgang Klocker)

Waschtag im Basislager
(Foto Wolfgang Klocker)

Tashi Delek – Glück und Segen!
euch allen und unseren Männern wünscht euer Bodenpersonal Sabine

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Everest Basislager 5.165 m

19. April 2017

17. Tag  Aufstieg auf 5.800 m

Heute hat es leider sehr lange gedauert, bis ich endlich diese Zeilen von Andy bekommen habe – sehr schlechte Verbindung … 🙁
Auch Bilder waren nicht möglich zu empfangen – aber vielleicht kann ich euch morgen wieder mit aktuellen Fotos verwöhnen. (ein neuer Tag – ein neuer Versuch)
Doch wichtig ist, das es unseren Männern gut geht und sie trotz all den Verbindungsschwierigkeiten guter Laune sind … 🙂

„Hallo Sabine,
bin grad mit frischer Wäsche  in den warmen Schlafsack geschlüpft.

War heute super. Um 9.20 Uhr mit Klemens zur Wanderung gestartet. Wolfi fühlte sich am morgen nicht so gut.
Wir steuerten den Gletscherbach an,  der hinauf zu diesem Sechstausender zieht,  den wir 2015 bestiegen haben. Aber leider war heuer weniger Eis – so war es für mich eine wahnsinnige Anstrengung durch diesem Bach mit großen Steinblöcken hinauf zu stolpern.
Klemens navigierte mich perfekt.

Auf 5.400 Meter passierte leider ein Missgeschick. Dies ist in solcher Umgebung sehr kritisch.
Ich brach mit beiden Beinen durch die unkalkulierbare Eisdecke zwischen den Steinen. Bis zu den Knien stand ich in eiskaltem Wasser. Blitzschnell zog ich mich raus und riss mir Schuhe und Socken  von den Füßen. Gott sei dank war die Luft nicht all  zu kalt und nach 20 Minuten Socken ausdrehen, beschloss ich weiter zu gehen.
Es war für mich logisch dass ich im Aufstieg eher  warm bekomme als wenn ich jetzt absteige.  Klemens war extrem gut auf mich eingestellt und so bettelten wir uns gegenseitig weiter.

Als wir endlich oben vom eisigen Bach in ein flaches Hochtal raus kamen wurde  der Weg besser. Eine Trinkpause und wir stiegen in den knapp 500 m hohem Gipfelhang  der recht steil auf über 6.000 m hoch zieht.
Der Untergrund hier war sandig und das ging für mich dann spitze voran.

Auf 5.800 m kam uns Daniel mit Anja von oben entgegen. Das Wetter war bereits schlecht – Wind und leichter Schneefall. So beschlossen wir mit Daniel runter zu gehen.
War gut so – es geht beim Akklimatisieren nicht um maximale Höhe. Es geht um Bewegung in dünnere Luft. Da machen die fehlendem 200 m gar nichts.

Der abstieg erst steil durch Schotterrinne ging flott. Die Zehen  nach unten  gab mir Wärme  in den nassen  Socken.
Wolfi kam auch noch daher und so stiegen wir in das grausige eisige Bachbett nach unten.
Im Vergleich zu 2015 ging dieser Abstieg für mich recht gut und flott.
Danke danke Klemens und Wolfi.

Um 15.45 Uhr trafen wir in Basislager  ein und wurden mit einer Tiroler Jause verwöhnt. Daniel hatte Speck und Käse aus dem Zillertal mitgebracht. Einfach Hammer.
Alles glücklich und gut.
Bis ganz bald. Andy mit seinen Buam“

Klemens, Andy und Wolfi bei der ersten Akklimatisierungstour in Xegar auf 4600m (Foto Martin Böhm)

Klemens, Andy und Wolfi bei der ersten Akklimatisierungstour in Xegar auf 4600m
(Foto Martin Böhm)

Noch ein kurzer Nachtrag zum heutigen Tag.
Planmäßig um 8.00 Uhr  in der Früh sind 46 Yaks ins Basislager gekommen und dann mit dem Material und ein paar Sherpas zum ABC gestartet.
Dort wird das nächste Lager für unser Team aufgebaut und vorbereitet.
Laut letzter Auskunft werden unsere Männer am 23. oder 24. April ins ABC Lager starten.
Aber darüber werde ich euch noch Genaueres berichten

Für heute namaste euer Bodenpersonal Sabine

 

 

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Everest Basislager 5.165 m

18. April 2017

16. Tag  Puja im Basislager

Oh Freude – heute wieder mehr Infos und auch Fotos von unserem Team aus dem Basislager auf 5.165 m  🙂

„Hallo Sabine,
heute Morgen war nach dem ergiebigen Frühstück die obligatorische Puja angesagt.

Unsere Sherpas bauten schon kurz nach Sonnenaufgang die Pujastätte auf.
Es ist hier im Himalaya üblich, dass vor dem ersten Aufstieg eine religiöse Feierstunde mit einem Lama abgehalten wird.

Unsere Sherpas errichten die Gebetsfahnen (Foto Klemens Bichler)

Unsere Sherpas errichten die Gebetsfahnen
(Foto Klemens Bichler)

Dies soll unserem Team Schutz und Segen für die Besteigung des MT. Everest bringen und vermittelt wirklich eine sehr spirituelle Stimmung.

Ein Feuer wird angezündet, die Sherpas und wir Teilnehmer legen Teile der Bergausrüstung zur Segnung auf die Gebetsstätte.
Der Lama, der aus dem nahe gelegenem Rombukkloster gekommen ist, erbittet für uns die Hilfe von oben.
Erst beginnt er mit recht leisem Gemurmel, dann wird sein Beten immer lauter und schließlich unterstreicht der Lama seine Mantra lautstark mit einer kleinen Glocke und einer Trommel.
Heftig zieht der beißende Rauch des Feuers über die Gebetsstätte, den Lama und uns Bergsteiger hinweg und es erzeugt tatsächlich eine sehr göttliche Atmosphäre.

Puja im Basislager (Foto Wolfgang Klocker)

Puja im Basislager
(Foto Wolfgang Klocker)

Mir kamen sofort die traurigen Gedanken, dass genau vor 3 Jahren, am 18.April 2014 diese schreckliche Eislawine an der nepalesischen Seite des Everest 16 Sherpas das Leben gekostet hat.
Wir waren damals im Basislager, nur wenige hundert Meter von der Tragödie entfernt und wussten an jenem Morgen ja gar nicht, wie schrecklich die Natur auf unseren Versuch diesen wunderbaren Berg zu besteigen, geantwortet hat.

Irgendwie hat mir die Puja heute wieder ein großes Stück an Demut und das Bewusstsein gegeben, welches wohl bitter nötig ist, sich als normaler Bergsteiger so einem großen Ziel zu nähern.
Auch Wolfgang und Klemens wurden von dieser guten Stimmung mitgenommen.

Klemens erhält den Segen vom Lama (Foto Wolfgang Klocker)

Klemens erhält den Segen vom Lama
(Foto Wolfgang Klocker)

In weiterer Folge wurde an uns Reis ausgeteilt, dessen Körner wir dann im richtigen Rhythmus des Gebetes des Lamas in Richtung Gebetsstätte warfen.
Später wurde uns in unsere zu einer Schüssel geformten Hände Bier, Cola und dann noch Whisky ausgeschenkt, was wir gemeinsam mit den Sherpas lautstark schlürften.
Gegen Ende der Zeremonie wurden unsere Gesichter als Zeichen des Schutzes von oben, mit Mehl angestrichen.
Ich selbst habe in den letzten Jahren schon mehrfach die Puja erleben dürfen.
Jedes mal ist es jedoch was ganz Besonderes – direkt am Fuße eines so hohen Berges so etwas erleben zu dürfen.

Andy bekommt einen Khata vom Lama (Foto Wolfgang Klocker)

Andy bekommt einen Khata vom Lama
(Foto Wolfgang Klocker)

Erklärung:
Die Khata, auch Khatag, Katakh, Khatak, Khadag, Haddak oder chinesisch Hada ist ein traditioneller Begrüßungsschal, der in Tibet meist aus weißer Seide – als Symbol für das reine Herz des Überreichenden – und in der Mongolei in hellem Blau – das den Himmel symbolisiert – angefertigt wird.
Er steht für Glück, Wohlwollen und Mitgefühl.
Verwendung:
Khatas werden oft von einem Gast an seinen Gastgeber überreicht um dem Beginn einer Begegnung eine positive Note zu geben.
Des Weiteren werden Khatas anlässlich von Hochzeiten, Beerdigungen, Geburten, Schulabschlüssen oder zum Abschied überreicht. Neben den am häufigsten verwendeten Farben Weiß und Blau gibt es auch Khatas in Rot, Grün und Gelb, beziehungsweise Gold. (Quelle: Wikipedia)

Gegen Mittag war dieses Ritual abgeschlossen und wir wurden von der Küche mit einem herrlichen Mahl verwöhnt.
Jetzt am Nachmittag sind wir damit beschäftigt, unsere Gepäcksstücke die dann von den Yaks für uns ins ABC getragen werden, zu sortieren.

Dabei gilt es sehr gewissenhaft auszuwählen und einzupacken, was oben in den höheren und ganz hohen Regionen des MT. Everest dringend gebraucht wird.
Dagegen müssen die Sachen die wir dann nach der Rotation (Akklimatisierungsaufstieg bis ca. 7.300m) hier unten dringend nötig sind, da gelassen werden.

Schon morgen Früh sollen die tibetischen Yaktreiber mit ihren wertvollen Tragtieren zu uns ins Lager kommen und das ganze Gepäck, die Zelte für weiter oben, die Sauerstoffflaschen, die Gasflaschen, die Seile und die Kletterausrüstung und vieles mehr auf die Rücken der bärenstarken Tiere verladen um damit ins ABC weiter zu ziehen.
Für unsere gesamte Mannschaft sind 46 Yaks bestellt.
Dies ist für die Yaktreiber hier ein einträgliches Geschäft und deshalb sind sie auch sehr freundlich mit uns.

Also alles ist richtig gut hier und ich habe nach wie vor ein sehr gutes Gefühl, hier am Everest, gemeinsam mit Klemens und Wolfi  meinen dritten Versuch zu wagen.

Wir werden morgen schon versuchen, im Zuge einer weiteren Anpassungstour auf diesen 6.000 m hohen Berg hier gleich neben dem Basislager zu steigen, der uns schon vor zwei Jahren hier viel Spaß bereitet hat.

Liebe Grüße an alle Leser und super DANKE!!! Dass ihr euch jeden Tag nach unserem Fortkommen im Blog erkundet.
Euer Wolfi, Klemens und Andy

PS. Noch eine nette Ergänzung.
Mein mir sehr nahe stehender Freund und Bergpartner Anda, der diesmal leider körperlich nicht an meiner Seite sein kann, kommt bei jedem Frühstück hier auf den Tisch 🙂
Wie allgemein bekannt ist, esse ich beim Frühstück immer gerne zwei oder drei gekochte Eier.
Ei heißt auf nepalesisch so was wie ANDA.
Die Sherpas bzw. unser Koch kommt dann immer mit den gekochten Eiern ins Frühstückszelt und ruft: „Anda for Andy!!“  🙂 „

Für heute sind wir wieder einmal verwöhnt, mit einem ausführlichen Bericht, worden ..
Auch von mir liebe Grüße an alle fleißigen Leser und Daumenhalter
euer Bodenpersonal Sabine

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