Everest Basecamp auf 5.200m

10. Tag Fahrt zum Everest Basecamp auf 5.200m

Heute sind unsere Bergsteiger im Mt. Everest Basislager auf 5.200m angekommen und erstmals dem Objekt ihrer Träume sehr nahe …
Auch haben sie jetzt eine Höhe erreicht, wo die Akklimatisierung eine große Rolle spielt.
Aber jetzt lass ich erst einmal Andy berichten, wie es ihnen geht. 

Mt. Everest von Wolken eingehüllt - Blick unterhalb des Chinesen Basislager

Mt. Everest von Wolken eingehüllt – Blick unterhalb des Chinesen Basislager
Foto: Wolfgang Klocker

„Hallo Spatz,
Eine vierstündige Fahrt mit Allradfahrzeugen über die mir schon vom Jahre 2011 bekannte Offroadstraße brachte uns mit viel Geschüttelt und Gerüttel ins chinesische Basislager des Mt. Everest an dessen Nordseite.
Das Lager liegt auf den Ausläufern des Rongpugletschers auf einer Seehöhe von 5.180m oberhalb des Rongpuklosters.

Rongpu -Kloster

Rongpu -Kloster
Foto: Wolfgang Klocker

Der Lagerplatz ist im Gegensatz zum Basislager an der nepalesischen Südseite recht eben und für mich ganz fein wanderbar.
Mein GPS zeigt mir eine Distanz von nur 15km in Richtung Süden zum Basislager der Südseite des Everest an, wo wir letztes Frühjahr gelagert hatten.

Wie das in meinem Mikroteam schon lange üblich ist, stehen unsere vier Einzelzelte unmittelbar nebeneinander und von meinem Zelt läuft ein gespanntes Seil als Handlauf für mich zu meiner Privattoilette.
Dies ist speziell für mich wichtig, um die wichtigsten Dinge einfach selbständig und ohne Hilfe meiner Freunde, auch nachts erledigen zu können.
Auch rein hygienisch ist es mir extrem wichtig, immer ein sauberes Örtchen auffinden zu können. Ich kann ja nicht mit den Händen immer alles abtasten um zu sehen, wo hin ich mich setze.

Schon 30 Minuten nach unserer Ankunft stand unser Koch mit einem fantastischen Mittagessen bereit und das Gemüse, der Toast und die Pommes rutschten unsere Hälse hinunter.

Klemens, unser Mongole und die beiden Inder warten auf das Essen

Klemens, unser Mongole und die beiden Inder warten auf das Essen
Foto: Wolfgang Klocker

Dass den sehenden Menschen hier im Basislager der Mt. Everest mit seinem einzigartigen, so wahnsinnig beeindruckendem Anblick schon hier etwas an die Moral geht, kann ich schon jetzt spüren.

Eifrig wird schon mit Aufstiegstaktik und Wetterberichten hantiert…. Was jetzt natürlich vollkommener Unsinn ist.
Die heiße Phase wird erst in einem Monat hier beginnen.

Trotzdem muss man sich Gedanken machen, wie am besten die Akklimatisierungsaufstiege gemacht werden sollen.
Aber für mich heute kein Thema.
Erst mal das Zelt etwas auf Vordermann bringen, die kurzen von den langen Unterhosen trennen, die Socken und die Handschuhe sortieren und all das gute Essen von zu hause gut verstauen.

Klemens macht Selfi mit Wolfi im Hintergrund

Klemens macht Selfi mit Wolfi im Hintergrund
Foto: Klemens Bichler

Nun sitzen wir bereits wieder im Zelt und unsere warmen Daunensachen von Carinthia helfen uns gehörig, dieses windige Eck der Erde gut zu vertragen.
Jetzt mache ich für heute Schluss und freu mich auf meinen Carinthia explora-top-Überschlafsack mit dem 900-ter Daunenschlafsack innen drinnen , der mir schon seit Jahren die wohlige nächtliche Wärme auf meinen Reisen garantiert.
Alles liebe und ein Bussi für Sabine!!
Andy mit seinen Buam”

Unser Basislager

Unser Basislager
Foto: Wolfgang Klocker

Wie man lesen kann, ist der Appetit noch sehr gut – also brauchen wir uns keine Sorgen machen …
Warten wir einmal ab wie es ihnen nach dieser Nacht auf 5.200m gehen wird – doch darüber morgen mehr …

Zur Information: Das Rongpu-Kloster war die Versorgungsbasis für einige noch höher gelegene “Eremitagen”, einfache Steinhaufen-Bauten, in denen Einsiedler im Angesicht der gewaltigen Nordwand des Mount Everest die oben wohnenden Gottheiten verehrten.
Das Kloster Rongpu liegt in einer Höhe von 4980 Meter und gilt als höchstes Kloster der Welt. Es ist zudem einer der höchsten ständig bewohnten Plätze der Erde. Das Kloster ist für die in Nepal lebenden tibetisch-stämmigen Sherpas ein wichtiges Pilgerziel.

Das Basislager der Nordroute liegt vom Kloster aus noch ca. acht Kilometer südlich talaufwärts, vor der Gletscherzunge.
Der Abt des Klosters wird von den Nepalesen und Tibetern bei einer Expedition um seinen Segen bei der “Puja”-Reinigungs-Zeremonie gebeten: Nur reine Menschen sollen sich den Göttern des Mount Everest nähern. Ohne eine Puja-Zeremonie weigern sich die Sherpas sehr oft weiterzugehen.
Der Chorten ist ein tibetischer Kultbau des tibetischen Buddhismus. Er stellt die lokale Weiterentwicklung eines Stupa dar. Der weiß getünchte Hauptkörper hat die Form einer umgestülpten Glocke und erhebt sich auf einem hohen, vielfach abgestuften Unterbau.
Ein Chorten, wird oft zur Erinnerung an Verstorbene errichtet. Er ist ein Behältnis für Opfergaben und symbolisiert in den Himalajaländern das Bewusstsein Buddhas und ist deshalb heilig. Zum Zeichen der Ehrerbietung und um den Gläubigen Verdienst zu bringen, sollte ein Chorten immer im Uhrzeigersinn umrundet werden.

Für heute verabschiede ich mich
Bis morgen euer Bodenpersonal Sabine

 

 

 

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Eine Antwort auf Everest Basecamp auf 5.200m

  1. ORTOVOX-Team sagt:

    Lieber Andy,

    wir wünschen dir und deinem Team alles gute auf eurem Weg zum Mt. Everest und vorallem, dass ihr gesund wieder zurück kommt!

    Es ist spannend deinen Blog zu verfolgen, unser ganzes Team fibert mit dir mit!

    Liebe Grüße,

    dein ORTOVOX-Team!

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