Herausforderung vor Abreise

Liebe Leser, ich meld mich noch mal vor meiner Abreise mit einer nicht gerade positiven Meldung.

Wenn man glaubt, alles bestens vorbereitet zu haben um sich auf die Sache nur noch freuen zu können, genau dann haut es einen oft noch den “Hund” rein…..

Nun ist es leider Gewissheit, dass der klassische Innenskifehler von Andreas, der ihn am letzten Wochenende bei einer Trainingsskitour zu Sturz gebracht hat, das AUS am Mt. Everest für meinen langjährigsten Partner bedeutet.

Er hat sich beim Aufprall an einem Baum seine rechte Schulter so stark verletzt, dass es keine Chance für ihn gibt, den Traum Mt. Everest mit uns weiter zu träumen.

Für mich persönlich bereitete sein Unfall und somit sein Ausfall jetzt einige schlaflose Nächte, viele wehmütige Gedanken und gleichzeitig pragmatisches Weiterdenken, weil ich mich über nun so lange Zeit auf das Gemeinsame am höchsten Berg dieser Erde mit Andreas eingestellt und gefreut habe.

Wolfgang und Daniel gaben mir schon beim Telefonat, in dem ich ihnen den Ausfall unseres Andas übermittelte das Gefühl, dass wir zusammen halten und das Ding gemeinsam schaukeln werden.

Natürlich bedeutet dies nun mentalen Mehraufwand für meine beiden Freunde, können sie sich jetzt doch nicht mehr so oft in der Navigationsarbeit für ihren blind climber abwechseln.

Aber ich denke mir, ich selbst kann ja auch nicht abwechseln, ich kann ja nicht aus meiner Haut :-)

Alles ist gut, auch wenn man den Sinn oft nie erfährt….

Glauben an das was man nicht sehen kann, spüren kann, verstehen kann, das hat mich in meinem Leben über manche Stufe gebracht…..

Die medizinische Betreuung und die Therapie zur perfekten Heilung von Andas Schulter sind organisiert und nun hoffe ich sehr, dass seine Schulter Anfang Juni nach unserer Rückkehr eine herzliche Umarmung zulässt.

Anda versicherte mir, er sei mit jeder Fase dabei und schickt uns all seine Kraft.

Das große Packen der Expeditionstaschen ist nun im vollen Gange, die letzten Dinge werden erledigt und ich gehe meiner Sabine wahrscheinlich ziemlich auf die Nerven :-(

Viele viele gute Wünsche  von lieben Menschen gehen täglich bei mir ein.

Sogar Wolfi Nairz, Expeditionsleiter bei der ersten sauerstofflosen Besteigung des Everest von R. Messner und P. Habeler 1978 und Karl Gabl, der bekannte Wettermann  haben mich heute kontaktiert um uns alles Gute am Everest zu wünschen.

Ich fühle mich einfach wohl, von solch guten Gedanken zum Ziel meiner Träume getragen zu werden.

Vielen tausend DANK!

euer Andy mit Team

 

Andreas Unterkreuter bei einer unserer Trainingstouren Foto: Wolfgang Klocker

Andreas Unterkreuter bei einer unserer Trainingstouren
Foto: Wolfgang Klocker

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2 Antworten auf Herausforderung vor Abreise

  1. Sigi Hatzer sagt:

    Wir wünschen Andy und seinen Bergfreunden einen guten Start in das Abenteuer Everest.
    Möge der gute Geist des Himalaya euch beistehen und wir sind sicher, dass ihr bei guten Verhältnissen euer Ziel erreichen werdet.
    Alles Gute und wir drücken euch fest die Daumen!

    Die Venediger-Bergführer aus Prägraten

  2. Roger Stuber sagt:

    Lieber Andy
    Ich wünsche Dir und Deinen beiden Freunden nur das Beste bei eurer gemeinsamen Reise. Mögen die Götter dieser Welt euch beschützen und die positiven Gedanken eurer Freunde euch helfen. Der Weg ist das Ziel! Gute Besserung und alles Gute an Anda.

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