Mt. Everest Basislager auf 5.380m

13. Tag heute Einrichten im Basislager auf 5.380m

Basislager Mt Everest

Basislager Mt Everest

Meine Lieben welch Freude – das Internet im Basislager scheint ganz gut zu funktionieren – ich kann euch wieder eine persönlich Information von unserem Team übermittel.

 “Hallo Spatz,

Nach dem gestrigen Abendessen verkrochen wir uns alle in unsere Zelte.Hier im Basislager haben wir alle Einzelzelte, damit wir uns etwas ausbreiten und nicht auf die Nerven gehen können.

Daniel, Wolfi und ich sind im Dreieck untergebracht.Unsere drei Zelte stehen im Abstand von zwei bis drei Meter zueinander. Das ist super und wir können uns von Zelt zu Zelt auch gut verständigen und unterhalten.

Direkt vom Eingang meines Dreimannzeltes haben wir mit einem Seil ein Leitsystem zum Toilettenzelt gelegt, welches ca. 10m von meinem Zelt entfernt steht.

Das ist etwas vom Wichtigsten für mich, kann ich so auch mitten in der Nacht hinüber stolpern um mein Geschäft zu erledigen.

Unmittelbar vor meinem Zelt stehen die beiden blauen Transporttonnen, die wir mit Lebensmittel von INTERSPAR und Ausrüstung für die Besteigung gefüllt, schon einen Monat vor unserer Abreise von zu Hause losgeschickt haben.

Über dem Zelteingang habe ich meine Solarzelle für die elektrische Aufladung der kleinen Geräte wie Kamera, Ipod oder GPS-Gerät montiert.

Andy montiert Solarzelle

Andy montiert Solarzelle

Die beiden Carbon-Leki-Trekkingstöcke lehnen auch direkt beim Zelteingang und bieten mir fantastische Unterstützung beim Gehen.

Mit der Beklebung und Beflaggung mit Logos meiner drei Grossponsoren HARREITHER, RAIFFEISEN und INTERSPAR werden wir in den nächsten Tagen unsere kleine Heimat hier vervollständigen.

Jeder Handstreich auf über 5.300m, mit noch sehr geringer Höhenanpassung, fordert uns anständig und so müssen wir jetzt vorsichtig vorgehen.

Schon das Bücken um sich die Schuhbänder zu knüpfen ruft sofort unbarmherzigen Kopfschmerz hervor.

Der Puls, den wir z.B. bei mir noch in Namche Bazar auf 3.400m Seehöhe mit 51 Schlägen pro Minute gemessen hatten, will einfach nicht ruhiger werden.

Aber kein Grund zur Panik, ich kenn mich und die Situation und ich weiß, in drei oder vier Tagen klopft mein Herz hier oben auch wieder gemütlicher.

Andere Leute hatten da schon größere Probleme.

Heute Morgen um 06:00 Uhr riss mich das laute Knattern eines Rettungshubschraubers aus dem Schlaf. Eine Bergsteigerin aus Indien bekam starke Zahnschmerzen und musste dringend vom Helikopter nach Kathmandu zum Zahnarzt, den wir ja schon kennen, geflogen werden.

Zahnprobleme auf großer Höhe sind nicht zum aushalten und der Unterdruck hier oben macht einen Abtransport dringend nötig.

Einerseits super beruhigend, sieht man, wie die Rettungskette da in Nepal am Everest funktioniert.

Temperaturschwankungen von Hitze im Zelt bei Sonnenstrahlung und bis minus 16 Grad nachts, setzen uns neben dem schon sehr geringen Sauerstoffgehalt und Luftdruck auf 5.300m zu.

Sobald die Sonne weg ist wird es empfindlich kalt hier. Wolfi hat in seinem Zelt minus 13 Grad gemessen. Minus 16 im Freien.

In meinem Doppelschlafsack, also ein feiner weicher 900-Daunenschlafsack verpackt in einem G-Loftsack, beide von Carinthia habe ich mit solchen Temperaturen kein Problem.

Man darf nur nicht den Fehler machen und mit der Kleidung reinschlüpfen. Der Heizkörper dieses Systems ist nicht der Schlafsack sondern meine Körperoberfläche, welche ja gut 26 Grad ausstrahlt.

Wenn ich diesen Heizkörper mit Gore oder anderen Bekleidungsschichten zudecke, dann wird es im Schlafsack niemals richtig warm.

Also mit kurzer Unterhose und T-Shirt, dann ist es super fein da drinnen.

Für morgen ist weiteres Einrichten unseres Lagers und ein Spatziergang durch das Everest-Basecamp geplant.

Andy mit Juliane im Basislager

Andy mit Juliane im Basislager

Die Mönche in Pangboche haben uns den 17. April für die Durchführung der üblichen Puja empfohlen.

Also werden wir wie es hier üblich ist, die Götter um ihren Segen beten und dies übermorgen im Rahmen einer mystischen Feierlichkeit gemeinsam mit den Sherpas erleben.

Soweit mein Bericht aus dem Mt. Everest Basislager für heute.

Ich danke allen, die sich so rege an unserer Sache beteiligen. Jeden Tag werden eure schönen Einträge in meinem Blog und im Blog von ARD-NDR beim Abendessen von Juliane vorgelesen.

Glaubt es mir, es tut so gut zu wissen, dass ihr alle bei und mit uns seid……

Alles Liebe,  Andy mit Wolfgang und Daniel, Juliane, Tom und unser so wunderbar beruhigender Thomas (Tonmann)“

Den lieben Grüßen und dem Dank an die zahlreichen Daumenhalter die im Geiste mit unseren Männern mitsteigen, möchte ich mich mit ganzem Herzen gerne anschließen – denn ohne euch wäre es nicht diese “Reise mit Freunden”!

Ich möchte euch auch noch kurz erklären was eine und warum eine Puja so wichtig macht: Eine Puja ist eine Ehre-Erweisung an die Götter um “Einlass” in ihr Reich zu bitten, denn für Buddhisten sind die Gipfel der Berge die Wohnstätte ihrer Götter.Diese praktizierte Verehrung der Götter ist ein wichtiger Bestandteil im religiösen Alltag.

 Für heute wünsche ich euch

Tashi Delek – Glück und Segen! euer Bodenpersonal Sabine

 

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7 Antworten auf Mt. Everest Basislager auf 5.380m

  1. Christian Brunner sagt:

    Hallo Andy und Team, ich verfolge jeden Tag Eure Einträge und Messages. Es gehört schon zum Tagesritual, da ich es sehr interessant finde und ich natürlich auch sehr neugierig bin. Was ich so mitkriege seit ihr einfach ein tolles Team-das finde ich wunderschön. Ich wünsche Euch für EURE ZEIT alles alles Gute, viel Harmonie, vor Allem Gesundheit, meine seelische Unterstützung habt ihr- Kommt gut rauf und wieder runter. Namaste Liebe Grüße Christian/St. Valentin

  2. roger Stuber sagt:

    Hallo Andy, liebes Team
    Wir, das Stuber Team in Rotkreuz, alle Fans von Andy!, sind in Gedanken bei euch und drücken euch ganz fest die Daumen. Ihr macht das Super, wir sind stolz auf euch.

    Liebe Grüsse, Roger Stuber – “Hat es noch Seil?”

  3. Wir wünschen allen eine gute Nacht. Für morgen weiterhin ein gutes aklimatisieren, gutes Wetter und gute Stimmung. Wir denken an euch und halten euch die Daumen. Liebe Grüße Moni und Gerd

  4. Heike sagt:

    Der 17. April für die Puja ist sicher ein Glückstag

    • Heike sagt:

      Meine Nachricht wurde nur halb übermittelt. Also: Ich denk an euch und verfolge gebannt alle Blog-Beiträge. Grüsse von Heike und Lollo :-)

  5. udo ebner sagt:

    Hallo Andy und Team, es freut mich das ihr den ersten schritt jetzt erreicht habt und geniesst das Basislagerleben – mein tipp für euch das Tuschzelt nicht zu oft benutzen, auch wenn es verlockend ist, und wenn nur in der Mittagshitze, und fragt Dawa Steven wieviele heuer zur crasy Hut Party mitgehen dürfen, für dich als partytiger wäre das was,….
    Wünsch euch weiter viel Gelassenheit keine Halsschmezen Udo

  6. Brigitte Walch sagt:

    Lieber Andy, liebes Team!
    Wir gratulieren herzlich zum Erreichen des Basislagers!
    Franz Josef und ich haben uns sehr gefreut, als wir heute darüber gelesen haben.
    Denken oft an euch! Und wünschen euch alles, alles Gute für die kommende Zeit
    und euer großes Abenteuer!
    Franz Josef meldet sich sicher auch bald. Sein Knie heilt sehr gut. Er ist schon wieder am Arbeiten
    und marschiert ohne Krücken.
    In ein paar Monaten ist er sicher wieder ganz der Alte!
    Liebe Grüße von den Landeckern
    auch an dich, liebe Sabine.
    Danke für’s Erzählen!
    :-) Brigitte

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