In Dingboche auf 4.410m eingetroffen

9. Tag In Dingboche auf 4.410m eingetroffen

So meine Lieben – heute habe ich wieder aktuelle Infos von unseren Bergsteigern aus Dingboche.

Hier die original Email von Andy: 

“Hallo Schatzi,

Gestern kein Internet gehabt.

Bei dir alles gut?

Wolfi und ich top, Daniel etwas verkühlt, aber auch sehr gut!

Alles perfekt, die Höhe bis jetzt auch sehr gut vertragen.

Leider kein Internet hier, zum ersten Mal via Satellitentelefon. Deshalb nur mal 2 Fotos…

Die Ama Dablam hatten wir den ganzen Tag vor uns…(Bodenpersonal gibt anschließend ein paar Infos)

Beginn Bericht:

Heute kommt mein Bericht zum ersten Mal via Satellit, Dank der Unterstützung von Thomas Schörkhuber Brandspot Satellitenkommunikation. 

Gestern sind wir gegen 08:30 Uhr in Namche Bazar bei schönstem Wetter losmarschiert.

Wir wählten den direkten Weg nach Tengboche, über den ich 2009 schon mal in die Gegenrichtung gegangen bin.

Deshalb wusste ich, dass mich bezüglich großen Stolpersteinen nicht all zu viel erwarten wird.

Tatsächlich ging es richtig gut auf sandigen Weglein dahin, nach dem wir Namche über die endlosen Stufenstrassen verlassen hatten.

Tom und Thomas brachten im milden Morgenlicht einzigartige Aufnahmen von der gigantischen Bergwelt in den Kasten.

Da machte es uns wenig aus, wenn wir für die Kamera mal da, mal dort warten mussten…..

Der erste Teil unserer heutigen Strecke brachte uns hinunter auf gut 3.200m, wo wir den großen Dudh Kosi Fluss über eine Schwindel erregende Hängebrücke querten.

Auf der gegenüberliegenden Flussseite stiegen wir über zahllose Wegkehren gute 600 Höhenmeter hinauf, während uns immer wieder  Yaktreibern mit ihren Tragtieren kreuzten. Bis ca. 4000m werden hier eine Art Mulis (Zos?), darüber Yaks als Lastentransporter genutzt.

Andy, Daniel und Tensing begegnen einer der zahlreichen Yakkarawanen

Andy, Daniel und Tensing begegnen einer der zahlreichen Yakkarawanen

Viele Trekker aus aller Herren Länder begegneten uns und allerlei unterschiedliche Stimmungen saugten wir auf.

Mir persönlich ging es mit den vielen Leuten, dem rauschenden Fluss und dem Gehen im aufrechten Gang erstaunlich gut.

Mir ist es ja viel lieber, mit den Händen den Boden berühren zu können, um mir ein Bild des nächsten Schrittes machen zu können.

Beim Trekking läuft das leider nicht….

Nach ca. 5 Stunden hatten wir unser Tagesziel Tengboche auf 3.860m erreicht und über 900 m im Auf- und über 500m im Abstieg gut hinter uns gebracht.

Am Nachmittag besuchten wir das wohl größte Kloster im Tal, wo wir einer buddhistischen Zeremonie beiwohnen durften.

Kloster in Tengboche auf 3.860m

Kloster in Tengboche auf 3.860m

Am Abend wurde uns wieder sensationelles Essen gebracht und die Nacht auf 3.860m verlief ohne Kopfschmerzen.

Heute Morgen starteten wir nach 08:00 Uhr und wir wussten, der Weg wird etwas länger und anstrengender werden.

Erst stiegen wir gute 100 Höhenmeter zum großen Fluss ab, Hängebrückenquerung ergab ein fantastisches bild für die Kamera und jenseits des Baches wieder steil bergauf.

Nach ca. 2 Stunden kamen wir in Pangboche an, wo wir vom dortigen Lama eine ausführliche Segnung unserer Expedition bekamen.

Auch ein Teil unserer Sherpa war mit uns mitgekommen, so stapfte Tensing, der sich für mich zuständig fühlt, ständig hinter mir und warnte mich “handgreiflich” vor jeder Stufe.

Einfach ergreifend, wie sehr sich ein Sherpa auf einen westlichen Bergsteiger einstellen kann.

Ich drückte Tensing meine Videokamera in die Hand und so machte er heute schon einige schöne Aufnahmen von uns und der gewaltigen Gegend hier.

Als mein Navigator war heute wieder Wolfi zuständig und er lotste mich wie wenn er das schon Jahre mit mir machen würde, durch die diversen Stolpersteine des heutigen Weges.

Gegen 16:00 Uhr trudelten wir dann in unserem Tagesziel Dingboche auf 4.410m ein und ich bin happy, dass ich auch den zweiten Trekkingtag so gut schaffen konnte.

In unserer Gruppe, in der auch andere Everestanwärter und Trekker mitgehen haben sich heute erste kleine Höhenprobleme eingeschlichen.

Deshalb hat Dawa Stevens entschieden, dass wir nun zweimal hier in Dingboche auf 4.410 übernachten werden, um einer Höhenkrankheit vorzubeugen.

Dieser Umstand macht auch uns gar nichts und ich glaube sogar, dass wir einen Vorteil daraus bekommen.

Also morgen Ruhetag hier und übermorgen dann weiter hinauf nach Lobuche auf 4.900m.

Dort werden wir dann nur noch eine Nacht verbringen um uns dann am nächsten Tag ins Basecamp  Mt. Everest aufmachen zu können.

Also ich hoffe, alles geht so wunderbar weiter und wir dürfen es die nächsten Tage genau so genießen.

Ich weiß wieder nicht, wie der Internetzugang dann weiter aussieht.

Alles liebe, Andy mit Wolfi und Daniel”

Zuerst möchte ich euch meine lieben Leser noch eine kurze Erklärung geben: Die Ama Dablam ( „Mutter und ihre Halskette“) ist ein 6814 Meter hoher Berg in der Khumbu-Region des Himalaya, dem Herzen des Sherpa-Landes, liegt einer der schönsten Berge der Welt. Vor dem Hintergrund der höchsten Gipfel der Erde ragt die Ama Dablam völlig freistehend auf. Der Berg wird auch als „Matterhorn Nepals“ bezeichnet und gilt als einer der schönsten Berge der Erde. Die Ama Dablam besitzt einen kleineren Nebengipfel, der 5563 m hoch ist. Die Besteigung erfordert eine offizielle Erlaubnis (Permit) der nepalesischen Regierung und die Anwesenheit eines Verbindungsoffiziers. Die Besteigung ist technisch relativ anspruchsvoll.

Andy erzählt immer wie seine Bergkolegen von diesem wunderschönen Berg berichten – ein Traum in weiss …

So nun hat sich die Trekkingtour wieder geändert -warum auch nicht – aber für die Akklimatisierung kann es nur zum Vorteil sein.

Nun gibt es morgen wieder einen Ruhetag für Körper und Geist und lassen wir uns überraschen wie sie dann weiter vorankommen werden.

Für heute machen wir auch einen “Ruhetag” und morgen werdet ihr ja lesen – vielleicht von Andy und seinem Team persönlich – aber sicher vom Bodenpersonal Sabine

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2 Antworten auf In Dingboche auf 4.410m eingetroffen

  1. brigitte spitaler sagt:

    Danke Bodenpersonal!!!!

    … weiterhin alles Gute für das Team

  2. Sabine Mõcklinghoff sagt:

    Ganz herzlichen Dank an das Bodenpersonal Sabine.Mit großem Interesse verfolge ich die spannende Berichterstattung.
    viele liebe Grüße an das gesamte Team und weiterhin alles erdenklich Gute!!
    “Hals -und Beinbruch”
    Sabine Möcklinghoff ( Juliane, Jan-Peter und Andy fūhlt Euch umarmt!!! )

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