Team endlich in Namche Bazar auf 3.440m angekommen

6. Tag Team ist endlich in Namche Bazar auf 3.3440m angekommen

Heute hab ich über E-Mail einen persönlichen Bericht bekommen

 „Hallo Spatz,

 Super gut gefällt mir dein Bericht von gestern und vorgestern!

Jiri war wirklich so wie du beschrieben. Sehr urtümlich, auch die Betten und das Klo….. Kein Internet!

Die 8 Stunden lange Fahrt war wie üblich, etwas anstrengend aber kein Problem.

Wir hörten, dass auch gestern nur ganz wenige Flüge nach Lukla losgingen, also hätten wir keine Chance gehabt.

Einen kleinen Spaziergang in Jiri und dann noch ein einheimisches Abendessen mit Talpat und Reis.

Andy mit Daniel in Jiri

Andy mit Daniel in Jiri

Super gut geschlafen, zum ersten Mal im Daunenschlafsack von Carinthia.

Ohne Frühstück um 06.00 Uhr raus, weil Dawa Stevens für unsere Gruppe eine Sonderlösung gefunden hat.

Wahnsinn, welche Verbindungen Dawa hier hat.

Er hat einen Grossraumhubschrauber, eine russische MI8 mit 26 Sitzplätzen für uns organisiert.

Samt allem Gepäck sind wir mit ca. 3,5 Tonnen Nutzlast um 07.20 Uhr los geflogen.

Eine halbe Stunde über endlose Bergkämme, immer höher und verschneite Gipfel im Hintergrund schwebten wir friedlich in Richtung Namsche Bazar und etwas darüber hinauf auf ein Flugfeld in 3.740m Höhe, welches nicht befestigt oder asphaltiert ist.

Der unbefestigte Flugplatz auf dem wir auf 3740m heute mit Heli gelandet sind ist in Syangboche.

Helikopter Landeplatz

Helikopter Landeplatz

Heute bei super schönem Wetter um 07.30 standen wir dann auf 3.740m in mitten der Himalayariesen. Es war emotional einfach umwerfend, wie schnell wir jetzt in unsere Berge kamen….

Zur Erklärung möchte ich noch sagen, dass das Wetter hier lokal sehr sehr unterschiedlich ist. Wenn hier oben in Namche keine Wolke am Himmel steht, kann unten in Lukla eine Nebelbank den ganzen Tag jeden Anflug eines Flugzeugs verhindern.

Lukla, unser ursprüngliches Ziel, welches wir mit dem Flächenflugzeug ja schon gestern erreichen wollten, liegt zwei Tagesmärsche unterhalb von Namche und wir , besonders ich ersparten uns einen holprigen steinigen Weg neben einem laut rauschendem Fluss.

Tom Mandl, unser sehr fleißiger Kameramann schaffte es sogar, im Hubschrauber vorne bei unserem russischen Piloten sitzen zu dürfen um einzigartige Aufnahmen vom Mt Everest in Vogelperspektive zu machen.

Als sich unser Helikopter wieder entfernte war es schlagartig ganz leise und eine tiefe Freude breitete sich in uns aus.

Wolfi, Daniel und ich wanderten mit unserem Sherpa Tensing noch 100 Höhenmeter höher zu jenem Punkt, wo meine sehenden Freunde dem Everest direkt ins Auge blicken konnten.

Erster Blick auf Mt.Everest

Erster Blick auf Mt.Everest

Für Daniel und Wolfgang, die zum ersten Mal an diesem Platz standen, war das ein besonderer Moment.

Ich hingegen erinnerte mich sehr intensiv an 2009, als ich genau hier mit Thomas, meinem damaligen Partner am Cho Oyu während einer Akklimatisierungswanderung herumtorkelte.

Nun stiegen wir sehr gemütlich nach Namche Bazar auf 3.450m ab, welches 400 Meter tiefer liegt und wo wir nun zwei Nächte zur Höhenanpassung verbringen werden.

In der Shunshinelodge,die auf 3600 m hoch gelegene “Sunshine” Hütte, die von Buddhi Mayas Schwestern Nima und Mingma geführt wird, das Zuhause von Buddhi Mayer Sherpa kehrten wir noch auf einen Tee ein.

Blick von der Sunshinelodge auf Namche Basar

Blick von der Sunshinelodge auf Namche Bazar

Alles bekannte Gefühle für mich, war ich auch 2009 hier bei der geborenen Sherpatochter und jetzigen Kärntnerin auf Kurzbesuch.

So, das Zimmer hier in unserer Lodge ist bezogen und nun warten wir auf unser Mittagessen.

Viel viel Zeit, fast ungewohnt, aber es tut so gut, wieder mal auf Null runterschalten zu können und ich spüre immer noch diese innere Gelassenheit, die ich noch auf keiner meiner vielen Reisen so verspürt habe.

Liegt es an meinen beiden Freunden Daniel und Wolfgang, die mit mir wirklich sensationell umgehen, liegt es an Juliane, Thomas und Tom, die uns als Fernsehteam überhaupt nicht stressen, oder an der Agentur, die alles versucht…

Vielleicht ist es einfach eine gewisse Reife, die ich für den Besteigungsversuch des Everest unter besonderen Umständen wohl bitter nötig habe…

Ist egal, ich bin happy und ich bin dankbar…

 Alles Liebe und Mahlzeit aus Namche,

 Euer Andy, Daniel und Wolfi!“

Noch eine kleine Erklärung zu Buddhi Maya Sherpa  

Rudi Postl, ein Höhenbergsteiger aus Österreich, der in den 70er Jahren öfters in den Himalaja reiste und sich mit Mayas Vater anfreundete, lud diese nach Österreich ein, um ihr dort eine Ausbildung zu ermöglichen und auf diese Weise der Familie zu helfen. Maya kam 1986, im Alter von 16 Jahren, zum ersten Mal nach Österreich. Sie absolvierte eine Ausbildung als Trekkingführerin, weil es der Beruf war, den sie sich selbst am meisten wünschte und Maya sich für ein Leben in Nepal am ehesten vorstellen konnte, um ihre Familie zu erhalten. Später ist sie in die Fußstapfen ihres Vaters getreten und war somit die erste nepalesische Frau, die als Trekkingführerin gearbeitet hat, was zu dieser Zeit noch sehr ungewöhnlich war.

Jetzt ist wieder ALLES GUT für unser Team und der erste Blick auf den Mt. Everest wird ihnen heute Nacht schöne Träume bringen …

Andy, Daniel und Wolfgang mit Mt. Everest im Hintergrund

Andy, Daniel und Wolfgang mit Mt. Everest im Hintergrund

So möchte ich euch meine lieben Leser auch eine gute Nacht wünschen – bis morgen euer Bodenpersonal Sabine

 

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2 Antworten auf Team endlich in Namche Bazar auf 3.440m angekommen

  1. brigitte spitaler sagt:

    Ich warte immer ganz gespannt auf eure Berichte die mir das Gefühl geben als wär ich ein bisschen dabei. Freude und Anspannung wie die Reise verläuft ist schon ein Tagesbegleiter von mir.
    An „Geduld zu lernen“ bis ich den nächsten Bericht lesen kann, daran arbeite ICH noch :-)

    Schade, dass Andy auf dem Bild von Jiri nur von der Seite zu sehen ist.
    Der Gesichtsausdruck von Daniel lässt so manches deuten … z.B. „ich bin da, ich will rauf“ oder „ … gehen wir, gehen wir .. . „ oder so. Freude deute ICH auf alle Fälle.

    DANKE
    lg Brigitte

  2. Liz sagt:

    Super sind diese täglichen Berichte! Auch Sabine´s Hintergrundinformationen sind toll. Es bleibt spannend!
    lg Liz

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